Zwei Verletzte

Bombenanschlag auf französische Botschaft in Libyen

Ausland
23.04.2013 13:28
Auf die französische Botschaft in der libyschen Hauptstadt Tripolis ist Dienstag früh ein Anschlag verübt worden. Dabei wurden ein Wachmann und ein Kind schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Präsident Francois Hollande bestätigte zu Mittag entsprechende Berichte arabischer Medien. Der Sprengsatz - vermutlich eine Autobombe - richtete erheblichen Schaden an. Vor dem Gebäude brannten zwei Fahrzeuge aus, ein Teil der Botschaftsmauer wurde zerstört.

Der französische Außenminister Laurent Fabius verurteilte den Anschlag scharf. Paris sei mit den libyschen Behörden in Kontakt und unternehme alle Anstrengungen, "um die Umstände dieser verabscheuungswürdigen Tat aufzuklären und ihre Urheber so schnell wie möglich zu identifizieren". Die libysche Regierung sprach von einem Terroranschlag.

Vergangenes Jahr war das US-Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi angegriffen worden. Dabei wurden der US-Botschafter sowie drei weitere Diplomaten getötet (siehe Infobox).

Die Sicherheitslage in dem nordafrikanischen Land ist eineinhalb Jahre nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gadafi immer noch fragil. In diesem Jahr sollen in Libyen die ersten echten Parlamentswahlen stattfinden.

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