Mit seinen Worten reagierte Berlusconi auf die kritische Berichterstattung einiger Zeitungen in Italien über seine Teilnahme am G- 20- Gipfel in Toronto. "Beim G- 20- Gipfel ist alles bestens verlaufen. Ich habe aber Artikel gelesen, die genau das Gegenteil berichtet haben. Die Zeitungen sind für wahre Desinformation verantwortlich", so Berlusconi.
Nach Angaben der römischen Tageszeitung "La Repubblica" ist Berlusconi verärgert, weil die Medien zuletzt wieder über seine Vorliebe für junge Frauen berichtet haben. Einige Blätter hatten die Namen von zwei Freundinnen veröffentlicht, die Berlusconi zu einem Urlaub in seiner Villa auf Antigua eingeladen haben soll. Nachdem die Zeitungen über die Urlaubspläne des Medienmoguls geschrieben hatten, verzichtete Berlusconi darauf. Außerdem soll eine 28- jährige Juristin Berlusconi nach Toronto begleitet haben.
Berlusconis Beziehungen zu den Medien sind durchaus gespannt, seitdem der Senat in Rom ein umstrittenes Gesetz zur Einschränkung von Abhörmaßnahmen bei Justizermittlungen verabschiedet hat. Das Gesetz führt hohe Strafen gegen Medien und Journalisten ein, die Abschriften mitgeschnittener Gespräche veröffentlichen.
Das Gesetz beeinträchtige die Medienfreiheit im Land und hindere Journalisten daran, über Justizermittlungen zu berichten, protestierte der italienische Journalistenverband, der am kommenden Donnerstag in Rom eine Demonstration plant. Am 9. Juli ist ein landesweiter Journalistenstreik gegen das Gesetz vorgesehen.