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Bereits 100.000 Österreicher ließen sich impfen

13.11.2009, 18:48
Bereits 100.000 Österreicher ließen sich impfen
Seit Beginn der Möglichkeit zur Immunisierung gegen die Neue Grippe haben sich in den Bundesländern schon rund 100.000 Menschen impfen lassen. 30.000 waren es diese Woche allein in Wien, rund 43.000 in Niederösterreich. Am Freitag gab es weitere Sperren vor allem im Bereich von Kindergärten und Schulen. Mehrere Patienten wurden weiterhin intensivmedizinisch betreut.

Zur Impfung gegen die Neue Grippe in Österreich aufgerufen sind derzeit speziell Angehörige des Gesundheitspersonals (280.000 Menschen), Schwangere und chronisch Kranke vom Säuglingsalter bis zum 49. Lebensjahr (rund 800.000 Personen). Bis Ende November sollen in Österreich 1,6 Millionen Dosen der Vakzine (bei zwei Teilimpfungen ausreichend für 800.000 Menschen) ausgeliefert sein.

Immunisierung von Bevölkerung akzeptiert

In Wien haben sich seit Montag bis einschließlich Donnerstag an den 21 Impfstellen rund 23.000 Menschen gegen die H1N1- Influenza immunisieren lassen. Inklusive Freitag wurde mit knapp 30.000 Impfungen in der ersten Impfwoche gerechnet. Die Öffnung zusätzlicher Impfstraßen oder die Ausweitung von Öffnungszeiten - wie dies ÖVP und FPÖ am Freitag forderten - sei derzeit nicht vorgesehen, sagte die Landessanitätsdirektorin Karin Spacek. Die Impfung werde von der Bevölkerung sehr stark angekommen, erklärte die Landessanitätsdirektorin. Vereinzelt sei es nach Impfungen zu einem Kreislaufkollaps oder zu Übelkeit gekommen, größere Probleme hätte es aber nicht gegeben.

In Niederösterreich ließen sich von 27. Oktober bis 12. November rund 42.300 Personen impfen, teilte die NÖ Landessanitätsdirektion am Freitag mit. 33.300 Impfungen entfielen auf Risikopersonen und niedergelassene Ärzte mit ihren Ordinationsgehilfen sowie auf Pflegeheime. Aus Vorarlberg wurden rund 3.000 Impfungen gemeldet, aus Kärnten 5.000. In der Steiermark waren es 5.500, in Vorarlberg 3.000. In Salzburg wurde mit mehr als 7.000 Impfungen gerechnet. Mittlere bis starke Nachfrage gab es weiterhin bei den Impfstellen in Oberösterreich. Im Burgenland wurden die Impfzeiten in sechs Bezirkshauptmannschaften verlängert.

Kritik: Hausärzte müssen Impfwillige abweisen

Diskussionen gab es darüber, ob die Organisation in den meisten Bundesländern über öffentliche Impfstellen optimal wäre. ÖVP- Seniorensprecherin Gertrude Aubauer und ÖVP- Gesundheitssprecher Erwin Rasinger kritisierten, dass Hausärzte Impfwillige abweisen müssten. Wiens Ärztekammerpräsident Walter Dorne "schwang" am Freitag im Haus der Standesvertretung in der Weihburggasse die Nadel für die Kammerangehörigen.

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