Sturz über Böschung

Belgien: Bus mit Jugendlichen verunglückt – 5 Tote

Ausland
14.04.2013 15:24
Bei einem schweren Busunfall in Belgien sind am Sonntag mindestens fünf Menschen getötet und mehr als ein Dutzend weitere verletzt worden. In dem Bus, der in Höhe der Gemeinde Ranst nahe Antwerpen verunglückte, saßen vor allem Schüler aus Russland, die im Rahmen einer Klassenfahrt auf dem Weg nach Paris waren. Die Zahl der Todesopfer könnte noch steigen: Örtlichen Medienberichten zufolge befinden sich zwei Schwerverletzte im Krankenhaus in Lebensgefahr.

In dem Bus befanden sich 42 Passagiere, die meisten davon russische Jugendliche im Alter von 15 bis 22 Jahren. Drei von ihnen kamen bei dem Unfall ums Leben, bei den zwei weiteren Todesopfern handelt es sich um den Chauffeur sowie einen Begleiter. Der Bus war in Polen zugelassen, Medienberichten zufolge stammte auch der Lenker aus Polen.

Tragödie auf dem Weg nach Paris
Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, die anderen Passagiere in einer nahegelegenen Feuerwehrstation medizinisch und psychologisch betreut. Nach Angaben der Gemeinde Ranst stammten die Jugendlichen aus der südwestrussischen Region Wolgograd. Die belgischen Behörden bereiteten noch am Sonntag die Aufnahme der russischen Angehörigen in Belgien vor.

Der Bus dürfte auf der rechten Spur der Autobahn E34 unterwegs gewesen sein, als er kurz vor einer Brücke von der Fahrbahn abkam, rund 15 Meter eine Böschung hinabstürzte und schließlich auf der Seite zum Liegen kam. Andere Fahrzeuge waren nicht in das Unglück verwickelt.

Keine Bremsspur: Busfahrer am Steuer eingeschlafen?
Der genaue Unfallhergang liegt noch im Dunkeln. Örtliche Medien berichteten, da keine Bremsspuren gefunden worden seien, liege es nahe, dass der Busfahrer womöglich am Steuer eingeschlafen sei. Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Experten mit der Unfalluntersuchung.

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