Drama in China
Baby in Abflussrohr: Polizei bestätigt Unfall-Version
Chinesische Medien berichteten, die 22-Jährige sei mit Bauchschmerzen zur Toilette gerannt und habe dort ihren Sohn geboren. Sie habe das Kind aufgrund heftiger Blutungen jedoch nicht festhalten können, so sei es das Loch in der Toilette hinuntergerutscht.
Mutter sah Rettung angeblich mit an
Auch der Versuch, das Baby mit einem Stock zurückzuholen, sei gescheitert. So habe sie entschieden, die Spülung zu betätigen, um das Blut wegzuwaschen. Anschließend habe sie den Vermieter auf die Geräusche des Neugeborenen im Abflussrohr aufmerksam gemacht und gebeten, er und andere sollten überprüfen, ob es sich dabei um ein Baby handle. Die Frau sei laut den Medienberichten bei der Rettung des Buben anwesend gewesen, die Polizei habe ihre Identität jedoch erst Tage später festgestellt.
Einsame Schwangerschaft und Geburt
Lokalen Medien zufolge soll die 22-Jährige die Schwangerschaft erst nach drei Monaten bemerkt und sie fortan mit weiter Kleidung versteckt haben. Der Vater habe sich geweigert, ihr zu helfen, gab sie gegenüber der Polizei zu Protokoll. Da ihr das Geld für eine Abtreibung gefehlt habe, sei ihr nur die geheime Geburt in ihrem Wohnhaus übrig geblieben.
Selbstmordgefahr nach massiver Kritik
Die Mutter sei ob der Vorkommnisse am Boden zerstört, so die Polizei. Gegenüber dem "Daily Telegraph" sagte ein Vertreter der Behörden, die unverheiratete Frau sei selbstmordgefährdet. Immerhin sei sie einem "Bombardement von Kritik der Öffentlichkeit" ausgesetzt. Hunderttausende Chinesen empören sich online über die Tat und fordern strenge Strafen für die Verantwortlichen.
"Ermittlungen ergaben, es war ein Unfall"
Zumindest vor strafrechtlichen Folgen muss sich nun die 22-Jährige aber keine Sorgen mehr machen. Die Polizei schenkte ihr nach anfänglicher Skepsis Glauben, obwohl die Ermittler zunächst behauptet hatten, die Geburt könnte an einem anderen Ort stattgefunden haben - auf der Toilette sei nämlich kein Blut gefunden worden. Nun aber erklärte die Polizei: "Unsere Ermittlungen haben ergeben, dass es sich um einen Unfall handelte." Nach dem Vater des Buben wird nach wie vor gesucht.
"Baby 59" wird im Spital aufgepäppelt
Das gerettete Baby befindet sich trotz Verletzungen in stabilem Zustand und wird derzeit in einem Krankenhaus aufgepäppelt. Die Ärzte haben dem Buben vorerst den Namen "Baby 59" gegeben - nach dem Inkubator, in den er nach der Rettung gelegt wurde.







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