In den vergangenen Tagen hat BP das Bohrloch am Meeresboden mit Schlamm und Zement verschlossen. Es trete kein Öl mehr aus dem Macondo- Feld aus, teilte der Konzern am Freitag mit.
Die kritische Entlastungsbohrung, mit der das Leck 4.000 Meter unter dem Meeresgrund quasi auch von unten durch den zusätzlichen Einschuss von Schlamm und Zement endgültig versiegelt werden soll, werde voraussichtlich Mitte des Monats auf die Leitung treffen, sagte Suttles weiter. "Wir sind längst noch nicht fertig", fügte er aber hinzu. Zwar sehe der Konzern sich auf den Weg in eine neue Phase, da seit drei Wochen kein neues Öl ins Meer geflossen sei "und wir kein Öl mehr im offenen Wasser haben. Aber wir haben noch viel Arbeit entlang der Küsten zu leisten".
Seit der Explosion der BP- Plattform "Deepwater Horizon" am 20. April waren aus dem lecken Bohrloch nach Behördenangaben rund 780 Millionen Liter Rohöl ausgelaufen. Damit ist das Unglück der größte Ölunfall der Geschichte. In dem Reservoir im Golf von Mexiko befindet sich laut Schätzungen aber noch immer Öl im Wert von mehreren Milliarden Dollar.