Heuchelei-Vorwürfe
Ausgerechnet Maos Enkelin zählt zu den reichsten Chinesen
Der 242. Platz in der Liste der reichsten Chinesen für Kong Dongmei und ihren Mann Chen Dongsheng ist umso imposanter, bedenkt man die Einwohnerzahl Chinas von beinahe 1,4 Milliarden Menschen. Fünf Milliarden Yuan, also rund 625 Millionen Euro soll das Ehepaar sein Eigen nennen.
In den USA Studium abgeschlossen
Kong ist die Tochter von Li Min, die aus Maos dritter Ehe mit He Zizhen stammt. Die Enkelin schloss die Universität von Pennsylvania mit einem Master-Titel ab, bevor sie 2001 in Peking ein Buchgeschäft für Literatur über Mao eröffnete, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Damit wolle sie die "Neue Rote Kultur" beflügeln, sagte Maos Enkelin. Gemeint sei damit eine "moderne und breit gefächerte Perspektive auf die Revolutionsgeschichte", erklärte Kong bereits im Jahr 2010 in einem Interview mit "China Daily".
Jahrelange Affäre und drei Kinder
2011 heiratete sie Chen Dongsheng, den Chef einer Versicherungsgesellschaft, eines Auktionshauses und einer Kurierfirma - nach einer laut "New Fortune" 15 Jahre andauernden außerehelichen Affäre. Schon dafür hatte sie eine Menge Kritik eingesteckt. Dass sie mit ihm auch noch drei Kinder - einen Sohn und zwei Töchter - zeugte, sorgte für weiteren Unmut unter den Chinesen, schließlich setzt das Land ansonsten streng die Ein-Kind-Politik durch.
Chinesen üben im Internet Kritik
Nach der Veröffentlichung der Reichenliste seien die Vorwürfe gegen Kong auf Mikroblogging-Seiten wie Weibo erneut hochgekocht, berichtete die AFP. So habe sich etwa Luo Chongmin, ein Regierungsberater im Südwesten Chinas, empört: "Die Nachfahrin des Vorsitzenden Mao, der uns dazu gebracht hat, privaten Besitz auszumerzen, hat einen Kapitalisten geheiratet und die Richtlinie zur Familienplanung verletzt, indem sie drei illegale Kinder gebar." Ein anderer User wiederum fragte, ob Kong je Strafe für die Geburt der Kinder und die außereheliche Affäre gezahlt habe.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.