Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
01.10.2014 - 12:21

Athener U- Bahn- Streik nach neun Tagen beendet

25.01.2013, 16:42
Athener U-Bahn-Streik nach neun Tagen beendet (Bild: AFP)
Nach neun Tagen Streik bei der Athener U- Bahn haben die Beschäftigten auf Druck der Regierung ihre Arbeit am Freitag wieder aufgenommen. "Die ersten Züge beginnen wieder zu rollen, der Rhythmus ist noch etwas verzögert, aber die Situation normalisiert sich langsam", verlautete es aus dem griechischen Ministerium für Entwicklung. Zuvor hatte es einen Großeinsatz der Polizei gegen die Streikenden sowie eine Dienstverpflichtung gegeben.

Wie die Polizei mitteilte, waren an dem Großeinsatz vor dem Morgengrauen an der Einsatzzentrale der U- Bahn rund 300 Beamte der Bereitschaftspolizei beteiligt. Sie hatten den Auftrag, die am Donnerstag erfolgte Besetzung der Zentrale durch die Streikenden zu beenden. Bei dem Polizeieinsatz wurden vier Menschen vorübergehend festgenommen.

Mitarbeitern wurde Haft angedroht

Aus Ministeriumskreisen hieß es, die Polizei habe am Vormittag mit der Verteilung von Dienstverpflichtungsanweisungen an die rund 2.500 Beschäftigten von U- Bahn, Straßenbahn und Vorortzügen begonnen. Der Streik bei der U- Bahn war zuvor gerichtlich für unrechtmäßig erklärt worden. Die Regierung hatte auf Grundlage eines Notstandsgesetzes den Mitarbeitern der Verkehrsbetriebe mit Festnahmen gedroht, sollten sie ihren Ausstand nicht beenden. Bei der Verteilung der Anweisungen sei dann kein Widerstand geleistet worden.

Der Streik bei der Athener U- Bahn war der längste seit ihrem Ausbau zu Beginn der 2000er- Jahre. Trotz der Dienstverpflichtung hatten die Gewerkschaften aller Nahverkehrsmittel zunächst für Freitag einen "Komplettausfall" angekündigt. Der Streik wurde schließlich jedoch nur bei Bussen und Oberleitungsbussen fortgesetzt, deren Fahrer nicht von der Dienstverpflichtung betroffen waren.

Streik- Chaos aus Angst vor Gehaltseinbußen

Der öffentliche Nahverkehr in Athen wurde durch den Streik bei der U- Bahn tagelang behindert. Die Streikenden protestierten gegen die Sparmaßnahmen der Regierung. Deren Pläne sehen vor, die Gehälter der U- Bahn- Mitarbeiter zu senken. Regierungssprecher Simos Kedikoglou hatte zuvor erklärt, durch den Streik werde die Wirtschaftskraft des Landes geschädigt. Medienberichten zufolge kostete der U- Bahn- Streik die griechische Wirtschaft geschätzte zehn Millionen Euro.

Regierungschef Antonis Samaras sagte am Donnerstag, die Bevölkerung habe angesichts der Maßnahmen zur Beendigung der Finanzkrise große Opfer gebracht. Dabei könne er "keine Ausnahmen zulassen".

Im Gegenzug für milliardenschwere Hilfen von seinen internationalen Geldgebern muss das krisengeschüttelte Land einen harten Sparkurs fahren und Reformen umsetzen. Lohnkürzungen bei den U- Bahn- Fahrern sind in der Regierungskoalition allerdings umstritten.

AG/red
Drucken
Werbung
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2014 krone.at | Impressum