Neuer Rekord

Arbeitslosigkeit in EU wegen Krise bei fast 10 Prozent

Ausland
31.03.2010 15:52
Als Folge der Wirtschaftskrise hat die Arbeitslosigkeit in den 27 Ländern der EU im Februar mit 9,6 Prozent einen Höchststand seit Beginn der Statistik Anfang 2000 erreicht. Auch in den 16 Euro-Ländern ist die Arbeitslosigkeit auf einen Rekordstand geklettert: Die Quote lag bei 10,0 Prozent - und war damit so hoch wie seit August 1998 nicht mehr. Österreich steht vergleichsweise sehr gut da.

Nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat vom Mittwoch waren im Februar in der Europäischen Union 23,02 Millionen Männer und Frauen ohne Job, davon 15,8 Millionen im Euro-Raum. Am stärksten sind nach wie vor Spanien mit einer Quote von 19,0 Prozent und Lettland (21,7 Prozent) betroffen. Am besten stehen die Niederlande mit 4,0 Prozent und Österreich mit 5,0 Prozent da.

Die schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt zeigt sich vor allem im Vergleich zum Vorjahr. Im Februar 2009 hatte die Arbeitslosenquote in den 16 Euro-Ländern erst 8,8 Prozent, in der EU 8,3 Prozent betragen. Seit zwei Jahren haben immer mehr Menschen in der EU und im Euro-Raum ihre Arbeit verloren. Deutschland kam unter anderem wegen des Kurzarbeitergeldes verhältnismäßig glimpflich davon: Über ein Jahr betrachtet ist die Quote nur leicht von 7,3 auf 7,5 Prozent gestiegen.

Die von Eurostat ermittelten Werte können wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden von den Zahlen abweichen, die in den einzelnen Mitgliedstaaten veröffentlicht werden. Die Angaben zu den Ländern sind nach Ansicht von Fachleuten aber untereinander vergleichbar.

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