Über 800 Mrd. € wert
Afghanen sitzen auf gigantischem Mineralien-Schatz
In einem internen Pentagon-Papier werde Afghanistan als das "Saudi-Arabien für Lithium" bezeichnet. Neben dem für die Computer- und Handyindustrie wichtigen Lithium gebe es zudem riesige Vorräte an Eisen, Kupfer, Kobalt und Gold, zitierte die Zeitung hochrangige US-Regierungsbeamte weiter.
"Atemraubende Möglichkeiten"
Die Bodenschätze seien von einem kleineren Team aus Pentagon-Mitarbeitern und Geologen entdeckt worden. Der afghanische Präsident Hamid Karsai wurde kürzlich darüber informiert. Der für die Region zuständige US-General David Petraeus sprach in einem Interview am Wochenende von "atemraubenden Möglichkeiten". Was die Ausbeutung angehe, gebe es allerdings noch viele Fragenzeichen.
Trotzdem gehen Experten davon aus, dass alleine die gigantische Menge an Mineralien zahlreiche ausländische Investoren anziehen könnte - auch wenn das Land bisher über keine Bergbauindustrie verfügt. Die USA befürchten bereits, dass sich das Ressourcen-hungrige China die Ausbeutung der afghanischen Bodenschätze aneignen will. Erst kürzlich unterzeichnete Kabul ein Abkommen mit der China Metallurgical Group für den Abbau von Kupfer.
Bodenschätze in allen Regionen
Das Vorkommen der Bodenschätze erstreckt sich laut "New York Times" über das gesamte Land, auch über die südlichen und östlichen Regionen an der Grenze zu Pakistan. Dort haben sich die Taliban organisiert, und US-Experten befürchten, dass die radikalen Islamisten die jüngste Entdeckung zum Anlass nehmen könnten, noch intensiver gegen die verhasste amerikanische Besatzung forzugehen.







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