In vier Durchgängen
Ägypter wählen ab 27. April ein neues Parlament
Bereits die vorangegangene Wahl zum Abgeordnetenhaus hatte von Ende November 2011 bis Jänner 2012 gedauert. Damals waren die Islamisten stärkste politische Kraft geworden. Das neue Parlament soll dem Dekret zufolge am 6. Juli erstmals zusammenkommen. Ob die Wahl die innenpolitische Krise in Ägypten lösen kann, ist allerdings mehr als fraglich.
Angespannte Lage
Die Lage in dem Land hatte sich zuletzt wieder zugespitzt. Anlässlich des zweiten Jahrestags des Aufstands gegen den langjährigen Machthaber Hosni Mubarak zogen in den vergangenen Wochen in mehreren Städten zahlreiche Ägypter auf die Straßen, um gegen den Islamisten Mursi, die neue Verfassung und vor allem den Einfluss der Muslimbruderschaft auf Politik und Regierung zu demonstrieren. Dabei kam es zu teils schweren Ausschreitungen, etwa 60 Menschen starben.
Marode Wirtschaft
Die oppositionelle Nationale Heilsfront hatte zuletzt mit einem Boykott der Parlamentswahl gedroht. Sie fordert zudem eine vorgezogene Präsidentenwahl und eine Übergangsregierung der nationalen Einheit. Die instabile Lage wirkt sich zunehmend auf die Wirtschaft des nordafrikanischen Landes aus, die immer wieder aufkommenden Krawalle schrecken viele Touristen ab.







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