Die internationale Ausstrahlung der Expo unterstrich am Sonntag UNO- Generalsekretär Ban Ki- moon, der die Organisatoren dafür lobte, dass die das Thema aufgegriffen hätten. Die Ausstellung schließe jetzt zwar, die Visionen von Shanghai würden aber weiterleben.
Das Umweltbewusstsein zeigte sich unter anderem darin, dass sowohl Elektrobusse und -fahrzeuge als auch energiesparende Klimaanlagen und Wasserfilter zum Einsatz kamen, die den Gebrauch von in Flaschen abgepacktem Wasser begrenzen sollten. Darüber hinaus wurde Sonnenenergie verwendet und Regenwasser aufbereitet.
Chinas ließ sich die Expo etliche Milliarden kosten, um seinen Anspruch als wirtschaftliche Großmacht zu unterstreichen. In der 20 Millionen Einwohner zählenden Metropole Shanghai wurde die Verkehrsinfrastruktur komplett überholt, um diesem Ereignis gewachsen zu sein.
Täglich besuchten rund 370.000 Menschen die Weltausstellung, den größten Ansturm gab es am 16. Oktober, als 1,03 Millionen Besucher gezählt wurden. Mit 72 Millionen Besuchern übertraf Shanghai auch den bisherigen Rekord der Expo von 1970 von Osaka in Japan, wo 64,21 Millionen Menschen gezählt wurden. Es war eine klare Vorgabe der Politik, dass die Expo in Shanghai einen Rekord aufstellen sollte.
Die nächste Weltausstellung findet 2012 in der südkoreanischen Hafenstadt Yeosu statt. Dort gibt es mit dem Motto "Grünes Wachstum, Blaue Wirtschaft", was auf die nachhaltige Bewirtschaftung der Meere abzielt, ein ähnliches Thema.
Danach steht bei der Expo in Mailand 2015 die Lebensmittelsicherheit im Mittelpunkt. Die Weltausstellungen begannen mit der Großen Ausstellung 1851 in London, die den Beginn der Industriellen Revolution markierte.