"Ich denke, es ist beängstigend, dass Leute Schusswaffen herstellen können, die nicht einmal von Metalldetektoren erkannt werden. Das sollte jeden besorgt machen", zitiert der US-Technikblog "Techcrunch" den Gründer von MegaUpload, gegen den immer noch ein Verfahren läuft, in dem über seine Auslieferung (siehe Infobox) an die USA entschieden werden soll.
Anfang letzter Woche machte der US-amerikanische Waffennarr Cody Wilson Schlagzeilen mit einer funktionstüchtigen Pistole, die zur Gänze mithilfe eines 3D-Druckers hergestellt wurde. Die Pläne stellte er ins Internet. Binnen weniger Tage wurden die Baupläne für das Mordinstrument rund 100.000 Mal heruntergeladen (siehe Infobox).
US-Behörden forderten Löschung der Vorlagen
Das war selbst den in Waffenfragen höchst liberalen US-Behörden zu viel. Sie forderten Wilson am Donnerstag zur Löschung der Baupläne auf. Da kursierten die Blaupausen freilich längst im Internet, unter anderem auf den verschlüsselten Servern von Kim Doctoms Online-Speicherdienst Mega.
Dass jetzt selbst Dotcom, der in der Vergangenheit nicht unbedingt als Moralapostel aufgefallen ist, sich gegen die Verbreitung der Druckvorlagen für die Pistole ausspricht, zeugt von der Gefährlichkeit der Pläne. Doch selbst wenn diese von Dotcoms Servern gelöscht werden: In einschlägigen Tauschbörsen und in Online-Schwarzmärkten (siehe Infobox) werden sie weiterhin zu bekommen sein.
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