Er wehrte sich heftig gegen Spekulationen über eine Wiedervereinigung oder engere Zusammenarbeit mit dem BZÖ. Derartige Wünsche innerhalb der FPÖ "können nur eine Erfindung sein", so Strache. Wenn sich das BZÖ wiedervereinigen wolle, soll es dies mit der ÖVP tun.
Der FP-Obmann erteilte möglichen "Geheimverhandlungen" über eine Koalition eine Absage. Entsprechende Avancen habe es noch nicht gegeben. Wenn aber jemand mit den Freiheitlichen verhandeln wolle, müsse er das offen tun. Strache forderte SPÖ und ÖVP auf, ihre "Ausgrenzung" zu beenden, obwohl die ÖVP im Vorstand ausdrücklich festgehalten hat, sich "alle Optionen" offen zu halten - "sowohl die Regierungsbeteiligung, und zwar nicht eingeschränkt auf eine Koalitionsvariante, als auch der Gang in die Opposition".
Strache stellt erneut Kanzleranspruch
Für Verhandlungen mit der Volkspartei müsse der designierte ÖVP-Obmann Josef Pröll öffentlich klarmachen, dass er eine rot-schwarze Koalition nicht wolle, sagte Strache und sprach aber gleichzeitig der ÖVP das Recht ab, den Führungsanspruch überhaupt zu erheben. Er bekräftige aber, selbst den Kanzleranspruch zu stellen.
Gegen Minderheitsregierung
Die Frage einer Regierungsbeteiligung stelle sich aber derzeit nicht, weil dazu eine Partei - also SPÖ oder ÖVP - fehle, so Strache, der auch die Grünen als Verhandlungspartner nicht ausschließt. Insgesamt sei die Diskussion darüber daher "unreal". Eine Minderheitsregierung, wie sie von der SPÖ nicht ausgeschlossen wird, will Strache nicht unterstützen. Gleichzeitig stellte er inhaltliche Bedingungen, wie eine EU-Volksabstimmung, deren Erfüllung etwa mit der ÖVP schwierig werden könnten.
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