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Tiroler Holzhaus brannte: Flucht per Sprung von Balkon

23.01.2012, 08:36
Tiroler Holzhaus brannte: Flucht per Sprung von Balkon (Bild:  (Bild: APA/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT ABSCHNITT ZELL | PATRICK TAXACHER))
Großalarm für die Feuerwehr hat es in der Nacht auf Sonntag in der Gemeinde Hainzenberg im Tiroler Zillertal gegeben: Aus bisher noch ungeklärter Ursache brach in einer Stube eines 350 Jahre alten Holzhauses ein Feuer aus. Binnen weniger Minuten stand das gesamte Gebäude samt Stall in Vollbrand. Elf Urlauber, die dort untergebracht waren, konnten sich ins Freie retten.

Es war am Sonntag kurz nach 2.30 Uhr, als in Hainzenberg die Sirenen schrillten. "Auf dem Weg zum Feuerwehrhaus sahen wir schon, dass das Haus in Vollbrand stand. Als wir wenige Minuten später am Unglücksort eintrafen, loderte das Feuer bereits vom Balkon herunter", schilderte Bernhard Riffnaller, Kommandant- Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr.

Die elf Gäste, die im Haus waren, hatten sich bereits selbst ins Freie gerettet. Dabei hatten die Deutschen großes Glück - zehn von ihnen schliefen nämlich in den Zimmern im Obergeschoß. Nur eine Frau hatte sich entschlossen, die Nacht in der Stube des Hauses zu verbringen. Diesem Umstand ist es vermutlich zu verdanken, dass nicht mehr passiert ist.

"Der Balkon ist Gott sei Dank nicht so hoch"

Die Urlauberin bemerkte nämlich das Feuer, das im Bereich des Ofens ausgebrochen sein dürfte. Dieser war am Samstag gegen 18 Uhr zum letzten Mal beheizt worden. Die Frau schlug sofort Alarm. Doch da die Stiege ins Obergeschoß bereits völlig verraucht war, mussten sich die zehn übrigen Gäste mit einem Sprung vom Balkon ins Freie retten. "Als wir eintrafen, waren schon alle Urlauber in Sicherheit. Der Balkon ist Gott sei Dank nicht so hoch", sagte Riffnaller.

Nach und nach trafen dann auch die Feuerwehren aus der Umgebung ein. 70 Mann waren schließlich im Einsatz. Und während sich die einen um die Brandbekämpfung kümmerten, retteten andere die 40 Rinder, die im Stall daneben waren. "Gegen sechs Uhr hatten wir den Brand dann unter Kontrolle, doch wir waren den ganzen Tag damit beschäftigt, Glutnester zu bekämpfen", so Riffnaller.

Markus Gassler, Kronen Zeitung/red
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