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Schlachtbank oder Gnadenhof? Kampf um Versuchssäue!

19.01.2010, 15:10
Schlachtbank oder Gnadenhof? Kampf um Versuchssäue! (Bild: APA/Stiplovsek)
Foto: APA/Stiplovsek
29 narkotisierte Schlachtschweine sollten vergangene Woche von Wissenschaftlern der Med- Uni Innsbruck im Schnee vergraben und erstickt werden. Die Forscher erhofften sich neue Erkenntnisse über die Todesursache von Lawinenopfern. Das Experiment wurde abgebrochen, doch was passiert mit den 19 überlebenden Säuen?

Eine internationale Welle der Empörung brach vergangene Woche über den Skiort Sölden herein. Wissenschaftler der Med- Uni Innsbruck und des Institutes für Notfallambulanz in Bozen vergruben dort 29 Schlachtschweine in den Schneemassen und warteten auf deren Tod.

Warum? Um Erkenntnisse über den Sterbeprozess von Lawinenopfern zu gewinnen. "Es ist unklar, ob Kreislaufbelastung oder Sauerstoffmangel die Opfer tötet", so Med- Uni- Rektor Herbert Lochs.

19 Schweine überlebten

Der Widerstand der Öffentlichkeit zwang die Forscher, ihre Zelte abzubrechen. 19 Schweine überlebten den von Wissenschaftsminister Johannes Hahn unterzeichneten Tierversuch.

Wohin mit den Schweinen?

Man versprach, die Säue in einen Gnadenhof nach Oberösterreich zu verfrachten. "Die Schweine aus den Fängen der Wissenschaftler zu bekommen, scheint unmöglich", so Anita Hauser (Vier Pfoten) und Eunike Simon vom Gnadenhof Pfotenhilfe in Lochen. "Wir würden die Schweine ohne Kostenaufwand nehmen, aber Forscher und jener Tiroler Bauer, der die Säue beherbergt, wollen die Schweine auf der Schlachtbank sehen." Vier Pfoten hat Anzeige gegen Minister Hahn, Projektleiter Peter Paal und Hermann Brugger erstattet!

von Matthias Holzmann, Tiroler Krone

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