"Innerhalb der Europäischen Union sind wir so weit wie noch nie. Alle Regionen und auch die beteiligten Staaten ziehen an einem Strang. Niemand hat Verständnis dafür, wenn sich jetzt der Bund aus der Verantwortung stiehlt. Umso mehr freue ich mich darüber, dass sich EU- Verkehrskommissar Siim Kallas ganz klar zum Brenner- Basistunnel als das Nummer- 1-Projekt innerhalb der EU bekannt hat", so Platter nach dem Treffen in Straßburg.
Derzeit rollen täglich 200 Lkws pro Stunde über den Brenner und die Tendenz ist steigend, gab der Landeshauptmann an. Tirol habe alle seine Hausaufgaben erledigt. "Wir sind beide davon überzeugt, dass der Brenner- Basistunnel die einzige Alternative für eine langfristige Entlastung der Menschen im Unterinntal und im Wipptal ist. Deshalb werden wir den eingeschlagenen Weg fortsetzen", erklärte er.
Das Riesenprojekt Brenner- Basistunnel geriet kürzlich wieder ins Stocken. Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) kündigte an, dass eine Entscheidung, wie es mit dem Brenner- Basistunnel weitergehen wird, erst im Herbst fallen soll. Am vergangenen Freitag blockierten rund 20 Bürgermeister aus dem Wipptal die Brennerautobahn (A13) , um eine rasche Umsetzung des 55 Kilometer langen Eisenbahntunnels zu fordern.
Am Dienstag trafen sie sich zu einer Kundgebung am Ballhausplatz in Wien und luden im Anschluss an den Ministerrat zu einer Pressekonferenz.