Sparen zähle nicht!

Platter: Spitäler und Lehrer sollen Sache des Landes bleiben

Tirol
30.11.2010 13:18
Landeshauptmann Günther Platter (VP) hat sich am Dienstag kritisch zu von ihm georteten "Zentralisierungstendenzen" unter anderem in den Bereichen Spitäler und Bildung geäußert. "Ich nehme vermehrt wahr, dass die Zentralisten in der Republik Österreich immer lauter werden", sagte er bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Regierungssitzung. Das Argument, dass damit gespart werden könne, ließ Platter nicht gelten.

Bei den Spitälern will Platter das Heft nicht aus der Hand geben. Es könne nicht gehen, dass an einem Schreibtisch in Wien bei diesem Thema entschieden werde. Diese Dinge werde man auch in Zukunft selbst zu organisieren haben. "Das werden wir uns sicher nicht gefallen lassen", fügte er hinzu.

Auch der Forderung von Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ), wonach alle Lehrer künftig beim Bund angestellt werden sollen, erteilte Platter erneut eine Absage. "Da kann es nur ein eindeutiges Nein geben", sagte er. Platter sprach sich zwar für einheitlich vom Bund vorgegebenen Bildungsziele und ein einheitliches Lehrerdienstrecht aus, von einem Abwandern der Landeslehrer in Bundeskompetenz wollte er aber nichts wissen.

Derzeit gibt es 7.500 Landeslehrer in Tirol und 3.000 Bundeslehrer, das soll auch so bleiben, sagte der Landeshauptmann. Er schlug wie bereits der steirische SP-Landeshauptmann Franz Voves die Einrichtung von Bildungsdirektionen in den Bundesländern vor. Zum Thema Pflege erklärte er, dass auf jeden Fall mehr Geld für den Pflegefonds brauche. Er schlug als mögliche monetäre Ressource "neue Steuereinnahmen" vor.

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