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Macht Innsbrucker mit Giftmüll in Afrika das große Geld?

24.04.2010, 11:10
Macht Innsbrucker mit Giftmüll in Afrika das große Geld? (Bild: Andreas Fischer)
Foto: Andreas Fischer
Erste heiße Spur im "Giftmüll- Krimi" rund um eine tonnenschwere und falsch deklarierte Ladung mit Quecksilber und Batteriesäure von Österreich nach Nigeria! Ein Frachter wurde im Hafen von Lagos von den Zollbehörden gestoppt. Als Absender scheint ein Geschäft in Innsbruck auf. "Ich weiß gar nicht, worum es geht. Das hier ist ein Markt für afrikanische Waren, keine Spedition", gab sich die Inhaberin des Ladens ahnungslos.

"Krone"- Recherchen ergaben jedoch, dass genau diese Firma Eigentümer und Absender der heißen Ware ist.

Den ersten "Krone"- Bericht zum Thema gibt's in der Infobox!

Bereits Anfang März wurde der Gift- Container mit der Nummer UESU 463595- 0 in Rotterdam an Bord des Frachters "MV Nashville" geladen. In Lagos (Nigeria) kam das falsch deklarierte und mit ätzender Batteriesäure beladene tonnenschwere Behältnis aus Österreich den Behörden von Anfang an verdächtig vor.

Am Wochenende wurde der Frachter schließlich beschlagnahmt. Derzeit befindet sich der Container auf dem Weg zurück nach Europa. Was hier mit dem illegalen Gift passieren soll, ist noch unklar. David Skov, Direktor der Reederei Maersk Nigeria, bedauert den Vorfall jedenfalls: "Wir legen Wert auf Umweltschutz und sind an der Aufklärung interessiert. Die Beladung erfolgte durch eine Fremdfirma."

Greenpeace- Experte Herwig Schuster: "Solche Lieferungen sind leider kein Einzelfall. Immer wieder gibt es Giftmüll- Tourismus nach Afrika. Es ist für Unternehmen ein Riesengeschäft, jedoch streng verboten."

von G. Brandl, P. Neuner und M. Perry, Tiroler Krone

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