Es war gegen 21.45 Uhr, als die beiden Jugendlichen mit ihrem Auto talauswärts unterwegs waren. Aus noch unbekannter Ursache - die Straße war in der Unfallnacht trocken - geriet ihr Polo in der Erlachgalerie ins Schleudern, kam auf die Gegenfahrbahn und prallte in den entgegenkommenden Audi eines 44- Jährigen.
Der Osttiroler Unternehmer blieb wie durch ein Wunder unverletzt, doch für Johannes kam jede Hilfe zu spät. Die beiden Jugendlichen waren in dem Wrack eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr mit Bergescheren befreit werden.
Den Einsatzkräften bot sich ein schreckliches Bild. "Es war nicht leicht, die Burschen zu befreien. Die Wucht des Aufpralls muss enorm gewesen sein", sagte der geschockte Hubener Feuerwehrkommandant Ernst Riepler zur "Krone". Riepler verlor mit dem Tod des 17- jährigen Maurerlehrlings auch einen Feuerwehrkollegen: "Er war so ein netter Bursche."
Der ganze Ort trauert um Johannes. Er war Mitglied zahlreicher Vereine - bei der Musikkapelle spielte er Klarinette, im Lienzer Eishockey- Nachwuchsteam galt er als talentierter Verteidiger.
Als die Feuerwehr zu dem Unfall in der Erlachgalerie gerufen wurde, rückte auch der Vater von Johannes aus. Er wusste nicht, welch schrecklicher Anblick ihn erwartet. Als klar war, dass das Opfer sein Sohn ist, wurde der Osttiroler sofort abgeschirmt und vom Kriseninterventionsteam betreut.
André liegt auf der Intensivstation im Krankenhaus Lienz. "Sein Zustand ist mittlerweile stabil", informierte Chirurg Fredi Fast. Wer von den Burschen das Auto gelenkt hat, ist noch nicht klar. André besaß einen L- 17- Führerschein, Johannes keinen.