"Schöpf ist das größte Problem seiner Bürgermeister. Druck und Angst auf die Gemeinden auszuüben sind seine Taktik, um Lösungen in der Agrargemeinschaftsdebatte kategorisch zu verhindern und den Schwarzen Peter den Behörden zuzuschieben", ließ Hechenberger seinem Unmut freien Lauf. Er wirft Schöpf zudem vor, dass er Landesverwaltung und Funktionäre kriminalisiert und sieht darin einen "verzweifelten Versuch, hoch zu pokern und hoch zu verlieren". "Das Urteil muss umgesetzt werden, doch man muss alles unternehmen, um sich gütlich zu einigen statt vor Gericht", stellt Hechenberger klar.
Schöpf: "Er macht Opfer zum Täter"
Diesen Angriff ließ der attackierte Schöpf natürlich nicht unbeantwortet: "Es mutet schon sehr seltsam an, dafür kritisiert zu werden, die Interessen jener Gebietskörperschaften wahrzunehmen, deren Interessen man Kraft seines Amtes zu vertreten hat. Als Präsident des Gemeindeverbandes ist es schlichtweg meine Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Kommunen zu ihrem Recht kommen", so Schöpf. Er wirft seinem "VP-Kollegen" vor, dass dieser nun versuche, das Opfer zum Täter zu machen: "Es sind die Gemeinden, die ihnen zustehendes Geld nicht bekommen. Dass Hechenberger das nicht einsieht, zeugt von seiner mangelnden Objektivität und reinem Lobbyismus für einen handverlesenen Kreis an Günstlingen", kontert Schöpf.
"Schöpf ist Glücksfall für die Tiroler Gemeinden"
Am Dienstag mischte sich auch noch Wirtschaftsbund-Obmann Jürgen Bodenseer in die Debatte ein. Er stellte sich hinter den Gemeindeverbands-Chef: "Schöpf ist nicht das größte Problem der Bürgermeister, er ist vielmehr ein großer Glücksfall für die Tiroler Gemeinden! Er kämpft um Gerechtigkeit und die Einhaltung der Verfassung!"
von Markus Gassler, Tiroler Krone
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