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Erdreich in Hart in Bewegung - Schutz durch Fangnetze

31.01.2012, 09:08
Erdreich in Hart in Bewegung - Schutz durch Fangnetze (Bild: APA/ROBERT PARIGGER)
Foto: APA/ROBERT PARIGGER
Die ins Rutschen geratene Hausmauer in Hart im Tiroler Zillertal ist noch nicht zur Ruhe gekommen. Rund zehn Zentimeter bewegte sie sich bis Montag weiter. Dadurch besteht Steinschlaggefahr im Ortsteil Wirtssiedlung. Am Montag wurde an Hang- Sicherungen gearbeitet, spätestens am Mittwoch sollen die Evakuierten in ihre Häuser zurückkehren können.

Bis Montagvormittag nahm die Feuerwehr in Hart stündlich Messungen des betroffenen Hanges vor. "Der Hang hat sich von Sonntag 17 Uhr bis Montag früh um neun Zentimeter bewegt", erklärt Harts Bürgermeister Alois Eberharter im Gespräch mit der "Krone". Doch zum Glück sei diese Bewegung konstant. Viel wichtiger sei, dass die zwei Häuser im direkten Umfeld der Mauer stabil sind, ergänzt Vize- Bezirkshauptmann Wolfgang Löderle.

Für die neun Häuser unterhalb des Hanges ist die Lage aber noch nicht sicher genug. Die Gefahr, dass sich Steine aus der Mauer lösen und über die steile Wiese talwärts donnern, ist zu groß. Am Sonntag wurde bereits ein Schneewall aufgeschüttet, am Montag begannen Arbeiter der Wildbach- und Lawinenverbauung mit der Errichtung eines provisorischen Fangnetzes.

"Einsatzzentrale ist rund um die Uhr besetzt"

"Das sollte vielleicht schon Dienstag, sicher aber am Mittwoch fertig sein", schätzt Löderle die Lage ein. Dann könnten die 28 evakuierten Bewohner wieder in die neun gefährdeten Häuser zurück. Das konnten sie am Montag zwar auch – aber immer nur kurz und immer in Begleitung von Feuerwehrmännern. "Unsere Einsatzzentrale ist rund um die Uhr besetzt. Sollte jemand dringend in eines der Häuser müssen, weil Dinge benötigt werden, helfen zwei Mann der Feuerwehr", erklärte Eberharter. Ein Florianijünger steht dann bei der abgerutschten Mauer und beobachtet das Gelände, der andere, der mit seinem Kollegen über Funk verbunden ist, begleitet die Bewohner.

Am Dienstag treffen sich Einsatzkräfte und Spezialisten wieder, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Und auch, um die Bewohner mit allen Informationen zu versorgen. Über die Kosten der ganzen Aktion kann Eberharter noch keine Angaben machen – er will und muss die Gutachten abwarten.

Stefan Ruef, Kronen Zeitung/red
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