"Ich bin ziemlich sicher, dass der Junge mit einer ernsthaften Behandlung von seiner schlechten Angewohnheit loskommt", so Mulyadi weiter. Ardi, der derzeit etwa 40 Zigaretten pro Tag raucht, hat allerdings große Schwierigkeiten, von den Glimmstängeln zu lassen. Nur zwei Stunden habe es der Zweijährige ohne Zigaretten ausgehalten - und das auch nur, wenn er mit Spielsachen abgelenkt wurde, berichtete Mulyadi.
Der Bub von der indonesischen Insel Sumatra war nikotinabhängig geworden, nachdem sein Vater ihm im Alter von 18 Monaten zum ersten Mal eine Zigarette gegeben hatte. Ardis Eltern berichteten, das Kind bekomme Wutausbrüche und schlage seinen Kopf gegen die Wand, wenn es keine Zigarette bekomme. Der Vater versicherte dennoch, sein Sohn sei gesund.
Ardi war durch ein Video auf dem Video- Portal YouTube bekannt geworden, das den kleinen dicken Buben genüsslich rauchend zeigt. Der Fall hatte ein Schlaglicht auf die aggressive Werbung von Zigarettenherstellern in Indonesien und anderen Schwellen- und Entwicklungsländern geworfen, die auch Kinder als potenzielle Konsumenten anspricht. Viele Menschen wissen dort nicht, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist.
Vor Ardi hatte bereits der vierjährige Sandi Adi Susanto von der indonesischen Insel Java für Aufsehen gesorgt, der rauchend im Internet gezeigt wurde. Mulyadi sagte, Sandis Zigarettenkonsum sei mittlerweile ein wenig zurückgefahren worden, der Bub rauche aber immer noch regelmäßig. In Indonesien rauchen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fast 70 Prozent der Männer, der Anteil der rauchenden Frauen stieg demnach zwischen 1995 und 2004 auf 4,5 Prozent.