Der 27-Jährige hatte am Mittwochabend nach Angaben der Polizei zunächst mit einem befreundeten Pärchen das Oktoberfest besucht und sich danach noch alleine dem Nachtleben in der Innenstadt gewidmet. Gegen 02.00 Uhr beschloss er, sich den langen Nachhauseweg zu seiner Wohnung im Münchner Osten zu ersparen und stattdessen bei dem befreundeten Paar wegen einer Bettstatt vorstellig zu werden. Als dort allerdings niemand öffnete, begab sich der junge Mann über ein offenes Fenster des Nachbargebäudes auf das Dach, um von dort in die Wohnung der Freunde einzusteigen.
Als er dabei über eine vermeintliche Mauer steigen wollte, entpuppte sich diese als stillgelegter Kamin, in den der junge Zecher fiel. In der Folge rutschte er Stück für Stück den 60 mal 40 Zentimeter engen Schacht nach unten, bis er nach 28 Metern den Boden erreichte. Alle Versuche, sich aus dem Schornstein zu befreien, schlugen fehl.
Das gegen 04.00 Uhr in seine Wohnung zurückkehrende Paar bemerkte nichts von der misslichen Lage des Freundes, so dass dieser erst am nächsten Nachmittag befreit werden konnte, nachdem Angestellte eines Hotels leise Hilferufe vernommen und die Polizei alarmiert hatten. Noch vor Eintreffen der Polizisten fand der 82-jährige Hausmeister des Hotels den Feststeckenden, nachdem er Stimmen aus dem Kaminschacht seiner Dienstwohnung gehört hatte. Der junge Mann zog sich bei dem ungewöhnlichen Sturz lediglich Abschürfungen und blaue Flecken zu.
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