Der hungrige Meister Petz war offensichtlich seiner Nase gefolgt, wie die Zeitung "Twoij Den" am Donnerstag berichtete. Der Bär war in die Kantine gekommen und bis in die Küche gelaufen. Aus Mitleid päppelten die Köche das ausgehungerte Tier mit Brot und Gebäck auf, bevor sie die Behörden verständigten.
"Der Bär hat gespürt, dass die Uniformierten hinter ihm her waren, und sich auf einen Baum gerettet", berichtete ein Augenzeuge. Anschließend habe das Tier die Flucht ergriffen und seine Verfolger erfolgreich abgeschüttelt.
Nahrungsmangel treibt Russlands Bären immer häufiger in die menschlichen Siedlungen. Mitte August wurde ein 60- jähriger Mann auf der Pazifikinsel Sachalin von einem Bären getötet. Im Oktober 2008 hatten Dutzende ausgehungerte Braunbären zwei südsibirische Dörfer über mehrere Wochen hinweg terrorisiert und schließlich zu Ausgangssperren gezwungen.
Symbolbild