"Als die Nachbarn 'Feuer!' schrien, habe ich mir mein Kind geschnappt und bin in meinem Schlafanzug auf die Straße gerannt. Meinem Mann war die ganze Aufregung egal. Er nahm sich den Fernseher, klemmte ihn sich unter den Arm und verließ das Haus", sagt die Frau des chinesischen Fußball-Fans.
Doch wer denkt, dass sich der Mann aus dem chinesischen Peking nun um seine Familie gekümmert hätte, der irrt. Er rannte auch nicht ins Haus zurück, um weitere Habseligkeiten vor den Flammen zu retten. Stattdessen suchte der Chinese auf offener Straße nach einer Steckdose, um seelenruhig das Spiel fertig sehen zu können.
König Fußball scheint die Männer eben magisch in seinen Bann zu ziehen. Vor allem in China. Ein anderer Mann, so die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua, habe extra seinen Job in Peking gekündigt, damit er ohne Unterbrechung Fußball schauen könne. Sogar eine ihm angebotene Gehaltserhöhung lehnte der Mann kategorisch ab. Fußball sei schließlich wichtiger.
Eine Chinesin forderte von ihrem Mann hingegen einen ganz besonderen Liebesbeweis. Per Vertrag musste sich der Gatte dazu verpflichten, sämtliche während der WM anfallenden Hausarbeiten zu erledigen. Eine andere Frau aus der Provinz Fujian hatte da weniger Glück: Als der Mann mitten in der Nacht wieder einmal laut Fußball schaute, stand sie auf und schaltete den Fernseher ab. Der Mann fand das weniger lustig und sperrte die Frau bis zum Ende des Matches im Schlafzimmer ein.