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Caritas & Co schlagen Alarm: zu wenig Spenden

10.04.2003, 16:27
Caritas & Co schlagen Alarm: zu wenig Spenden
Hilfsorganisationen beklagen, dass die Versorgungslage in den eroberten Städten immer schlimmer werde. Minen und weiter anhaltende Gefechte verzögern die Lieferungen mit Wasser und Lebensmitteln. Und in Österreich beklagen die Hilfsorganisationen über zu wenig Spendenbereitschaft. Die Caritas spricht von läppischen 3.000 Euro bis dato.
"Die humanitäre Situation in Basra wird mit jedem Tag dramatischer" berichten Mitarbeiter der Caritas Irak. Wasser- und Stromversorgung funktionieren nicht mehr. Die Bewohner benutzen das durch Abwasser verschmutze Flusswasser. Es drohe die Gefahr von Krankheiten und Seuchen.
 
Völkerrechtliche Anerkennung irakischer Flüchtlinge gefordert
In einer gemeinsamen Petition fordern Flüchtlingsorgansiationen Innenminister Strasser auf, Vorbereitungen für Irakische Flüchtlinge zu treffen. Um eine Lähmung der bereits unterdimensionierten Asylbehörden zu verhindern, verlangen die Organisationen, dass Österreich sich nach § 9 des Asylgesetzes völkerrechtlich dazu bereit erklärt, Flüchtlingen Asyl zu gewähren, ohne dass für jede Person ein aufwändiges Einzelverfahren durchgeführt werden muss.
 
Hilfslieferungen verzögern sich
Der Start von Hilfslieferungen auf dem Seeweg für die Bevölkerung im Süden Iraks hat sich verzögert. An der Grenze zwischen Irak und Jordanien werden mehrere tausend Tonnen Getreide bereit gehalten, um zur Versorgung der Bevölkerung in den Kriegsgebieten transportiert zu werden.
 
Ferrero- Waldner startet Hilfsaktion für Kinder im Irak
Außenministerin Ferrero- Waldner machte aus ihrem Budget eine Million Euro als Soforthilfe flüssig, um die medizinische Betreuung kriegstraumatisierter Kinder zu ermöglichen.
 
Österreich führt derzeit den Vorsitz des "Netzwerkes für menschliche Sicherheit" , dem weltweit 13 Staaten angehören. Einen Schwerpunkt bildet dabei das Thema "Kinder in bewaffneten Konflikten", mit dem sich auch ein Außenministertreffen Anfang Mai auseinander setzt.
 
Die Hilfsaktion für die irakischen Kinder könnte über das Netzwerk und vor allem über die UNO abgewickelt werden, erklärte Ferrero- Waldner. Sie rechent auch mit starker Unterstützung der karitativen Organisationen in Österreich. "Ich appelliere an die Österreicher, die Augen nicht vor dem Leid der Menschen im Irak zu verschließen", so die Außenministerin.
 
SPENDEN:
"Caritas": PSK: 7.700.004
"Rotes Kreuz": PSK 2.345.000
"Arzte ohne Grenzen": PSK 930 40 950 (Kennwort: Irak)
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