Einer der Beamten rechtfertigte das Misstrauen mit so manch skurrilen Begebenheiten aus der Vergangenheit: „Hier sind schon mehrfach Leute reingekommen und haben sich als König von Dänemark ausgegeben.“ Erst die Recherche im Internet und die teure Kleidung des Mannes habe ihn überzeugt.
Stein Bagger gab an, er sei einen Tag nach seinem Verschwinden nach New York geflogen. Dort habe er sich von einem Freund Auto und Kreditkarte geliehen und sei damit nach Kalifornien gefahren. Interpol suchte den Chef des bankrotten dänischen Unternehmens „IT Factory“, nachdem er sich während eines Urlaubs in Dubai Ende November abgesetzt hatte.
Noch vor wenigen Monaten waren Bagger und sein Unternehmen als mustergültig gefeiert worden. Inzwischen hat sich aber herausgestellt, dass ein Großteil der Einnahmen fingiert war. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 60 Millionen Euro.