Als Zwölfjährige hatte sie nach Überzeugung der damaligen Richter zusammen mit einer älteren Komplizin ein achtjähriges Mädchen in eine Toilette gesperrt und ihr das Kleid und die Unterwäsche weggenommen. Das daraufhin verhängte Todesurteil wurde später in Deportation in die damalige britische Kolonie Australien umgewandelt.
Die kleine Taschendiebin ist nicht die einzige Kriminelle in der Ahnenreihe Rudds: Einer seiner Vorfahren väterlicherseits wurde 1801 nach Australien ausgeschifft, um dort eine siebenjährige Haftstrafe abzusitzen. Er hatte den Forschern zufolge einen Sack Zucker gestohlen. Zwischen 1788 und 1868 wurden rund 160.000 Straftäter von Großbritannien nach Australien verschifft.