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Zwei Tote bei Lawinenabgängen in der Steiermark

16.02.2012, 20:36
Zwei Tote bei Lawinenabgängen in der Steiermark (Bild: APA/Josef Mitterer)
Foto: APA/Josef Mitterer
Zwei Lawinentote sind am Donnerstag in der Steiermark zu beklagen gewesen: Am Zirbitzkogel im Bezirk Murtal wurde ein 25- jähriger Mann von einer Lawine erfasst und darunter begraben. Nach stundenlanger Suche konnte man am Abend nur mehr die Leiche des Verunglückten bergen. Auch auf der Mugel im Bezirk Leoben konnte ein 57- Jähriger nur mehr tot aus den Schneemassen geborgen werden.

Dabei wäre das Unglück am Zirbitzkogel beinahe noch für längere Zeit unbemerkt geblieben: Denn ein Trupp von Alpinpolizisten, der gerade eine Übung durchführte, entdeckte nur durch Zufall den Lawinenkegel und hinein führende Spuren.

Zunächst hoffte man, dass der Skifahrer, der die Spuren hinterlassen hatte, noch vor dem Lawinenabgang rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich hatte verschwinden können. Doch gegen 18.30 Uhr wurde für die rund 90 Kräfte von Polizei und Bergrettung das Gegenteil zur traurigen Gewissheit, als man auf die Leiche des Mannes stieß.

Alpinpolizist auf der Mugel getötet

Ein schlimmes Ende nahm auch das Drama um einen verschütteten 57- jährigen Alpinpolizisten auf der Mugel: Der Mann war am Donnerstag gegen 13.30 Uhr vor den Augen seiner Frau von einem Schneebrett mitgerissen und verschüttet worden. Seine Gattin alarmierte die Rettungskräfte und begann selbst mit der Suche. Insgesamt waren rund 100 Helfer von Bergrettung und Alpinpolizei mit Suchhunden im Einsatz. Hubschrauber konnten aufgrund orkanartiger Sturmböen nicht eingesetzt werden.

"25 Einsatzkräfte konnten direkt auf den Lawinenkegel gebracht werden", berichtete Siegmund Schnabl, Leiter der steirischen Alpinpolizei, der sich nicht daran erinnern konnte, dass in diesem Bereich je eine Lawine abgegangen ist. In den Abendstunden wurde der erfahrene Alpinpolizist tot geborgen.

Mehrere Verletzte nach Lawinenabgängen in Tirol

Aber nicht nur in der Steiermark sind am Donnerstag Lawinen abgegangen und Menschen verschüttet worden: Dramatisch war die Lage auch in Tirol, doch immerhin konnten dort sämtliche Opfer lebend geborgen werden.

Nach einem Lawinenabgang im Skigebiet Hochzillertal war am Nachmittag ein Tourist aus Argentinien mehr als eine Stunde unter den Schneemassen begraben. Bei seiner Rettung war der Mann ansprechbar. Er wurde von einem Suchhund gefunden und anschließend mit dem Hubschrauber in die Uni- Klinik Innsbruck geflogen.

Im Skigebiet Silvretta Arena in Ischgl wurden bei mehreren Lawinenabgängen gleich mehrere Personen verschüttet. Eine Frau musste nach Angaben der Silvretta Seilbahn AG verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Sie und ein weiterer Wintersportler einer zehnköpfigen Gruppe waren abseits des gesicherten Skiraums im Bereich Klamm unterwegs gewesen. Beide wurden von ihren Begleitern rasch ausgegraben. Die Verschütteten waren ansprechbar.

Mit leichten Verletzungen endete ein weiterer Zwischenfall mit einem Schneebrett in Jochberg in den Kitzbüheler Alpen. Dort war ein Wintersportler ebenso außerhalb des gesicherten Skiraums unterwegs gewesen und von einer Lawine verschüttet worden. Er wurde von der Pistenrettung geborgen.

Kronen Zeitung/red/AG
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