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Zwei Steirer jagen Autodieb bis nach Slowenien

31.01.2012, 09:34
Zwei Steirer jagen Autodieb bis nach Slowenien (Bild: Ricardo)
Foto: Ricardo
Szenen wie in einem Action- Film haben sich in der Südsteiermark und darüber hinaus abgespielt: Denn bis nach Slowenien haben zwei couragierte Steirer mit einem Audi A6 einen Autodieb verfolgt – bis dieser kurz nach der Grenze mit dem gestohlenen Golf von der Straße abkam. Auch als er davonlief, gaben sie nicht auf – einer konnte den Täter, der ihn mit einem Prügel attackierte, schließlich stellen.

Der Landschaftsgärtner Manuel D. (25, rechts im Bild) aus Spielfeld hatte am Samstagnachmittag seinen Bekannten Martin L., dessen Haus in Obervogau an der B67 steht, besucht. "Weil ich ihn gebeten hatte, meinen Garten zu gestalten", so der 41- jährige L. (links im Bild) zur "Krone". Während sich die beiden unterhielten, sah D., wie jemand mit seinem Golf wegfuhr.

"Zum Glück sind wir nach Spielfeld gefahren"

Die beiden alarmierten daraufhin sofort die Polizei und setzen sich in den Audi von L., um den Dieb zu verfolgen. "Ich bin am Steuer gesessen, vom Täter keine Spur. Dann war da ein Kreisverkehr. Wir wussten zuerst nicht, in welche Richtung wir fahren sollten. Es gab ja drei Möglichkeiten. Zum Glück sind wir nach Spielfeld gefahren", so L. weiter.

Und dann sahen sie den Golf, auf den der Dieb mittlerweile slowenische Kennzeichen montiert hatte. Nach der Grenze gelang es L. dann, den gestohlenen Wagen zu überholen und abzudrängen. "Er ist über eine Verkehrsinsel katapultiert worden und dann gegen die Böschung gekracht."

Verdächtiger wehrte sich mit Holzprügel

Der Dieb lief davon, doch seine Verfolger gaben nicht auf. "Wir haben ihn kurz aus den Augen verloren, doch dann hab' ich ihn gesehen. Er ist auf ein Grundstück geflüchtet, wo ich ihn überwältigen konnte, obwohl er mir mit einem Holzprügel auf den Kopf geschlagen hat."

Wenig später trafen auch schon Polizisten aus Straß ein, mit denen die zwei Amateur- Fahnder (im Bild mit dem beschädigten Golf) ständig via Handy in Kontakt gewesen waren. Die Beamten übergaben dann den 29- Jährigen, der vermutlich einen Komplizen hatte, ihren slowenischen Kollegen.

Peter Riedler, Kronen Zeitung
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