Eines steht schon jetzt fest: Ein turbulentes Jahr hat in der Steiermark begonnen! Drei Wahlen (Bundespräsident, Gemeinderat, Landtag) und die "Nachwehen" der großen Krise werden das Land in Atem halten. Langweilig wird's also sicher nicht, schon gar nicht für die Parteien. Immerhin gilt es, einige "Baustellen" zu schließen!
Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist für den ersten Steirer wichtigste Aufgabe. "Es ist schon sehr viel geschehen, das Land hat zehn Millionen Euro in Beschäftigungsprogramme investiert. Aber wir werden weiter zupacken!", gibt Franz Voves schon die rote Marschroute vor. "Arbeit schaffen" ist auch das Motto seines ÖVP-Landeshauptmannstellvertreters Hermann Schützenhöfer. "Wir müssen jetzt die Rahmenbedingungen schaffen, damit die Wirtschaft bei uns investiert!" Laut den Experten des steirischen AMS wird die Arbeitslosigkeit, obwohl die Wirtschaftskrise bald überwunden sein dürfte, weiter ansteigen; davon betroffen sind vor allem die Beschäftigten in der Stahl- und die Autobranche.
"Kleines Glücksspiel"
Claudia Klimt-Weithaler von den Kommunisten ist das "Kleine Glücksspiel" nach wie vor ein Dorn im Auge: "Es gibt immer mehr Spielsüchtige. Das Land muss endlich aktiv werden und eine Lösung finden!" Die Zahl der Spielsüchtigen wird immer größer. 15.000 sind in der Steiermark betroffen, die Dunkelziffer ist aber wohl viel höher.
Causa Feinstaub
Die Grünen werden heuer in Sachen Feinstaub nicht locker lassen, verrät Klubobfrau Ingrid Lechner-Sonnek: "Worte sind zu wenig, ich möchte im neuen Jahr auch Taten sehen." Zwar wurden bereits viele wirkungsvolle Maßnahmen – etwa die Errichtung von Verkehrsbeeinflussungsanlagen – gesetzt, eine endgültige Lösung ist aber nach wie vor nicht in Sicht. Heuer wird es deshalb eine Entscheidung geben müssen, ob im staubgeplagten Graz Umweltzonen errichtet werden.
BZÖ-Chef Gerald Grosz, der Silvester im Vatikan verbrachte, will die heimischen Klein- und Mittelbetriebe gestärkt wissen – "damit der Verlust von Jobs gestoppt wird!"
Kriminalitätswelle
Sie war das Ärgernis des alten Jahres: die Kriminalitätswelle! Immer mehr Ostbanden klapperten unser Bundesland ab, unzählige Wohnungen wurden aufgebrochen. Dass sich das heuer ändert, ist eher unwahrscheinlich – deshalb wird das Sicherheitsthema auch im kommenden Wahlkampf eine große Rolle spielen. Sowohl die Volkspartei als auch FPÖ und BZÖ haben bereits angekündigt, durch rigidere Maßnahmen Einbrecher abschrecken zu wollen.
Bettelverbot
Und in Sachen Bettelverbot werden die Freiheitlichen Druck machen. "Es gehört im Landessicherheitsgesetz verankert", poltert Chef Gerhard Kurzmann.
Gute Vorsätze – wir warten auf deren Umsetzung!
von Gerald Schwaiger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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