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Verein kümmert sich mit viel Herz um Wildtiere in Not

31.07.2010, 11:34
Verein kümmert sich mit viel Herz um Wildtiere in Not (Bild: Jürgen Radspieler)
Foto: Jürgen Radspieler
Das Thema Tierschutz beleuchtet die "Steirerkrone" in einer Serie aus allen Blickwinkeln. Im zweiten Teil widmen sich Christa und Eva Blümel einem Verein mit viel Herz.

Ein Gramm leicht, 0,5 Zentimeter winzig, wenige Stunden alt - ein Fledermausbaby ist der kleinste Schützling gewesen, dem Monika Großmann (im Bild) und Team heuer schon das Leben gerettet haben. An enormem Engagement fehlt es dem Verein Kleine Wildtiere in großer Not nicht - dafür an allem anderen: Geld, Helfern, prominenten Unterstützern.

2.100 Wildtiere, verletzte, geschwächte, halb verhungerte, hat Monika Großmann allein im vergangenen Jahr gepflegt und ihnen eine neue Überlebenschance in der freien Wildbahn - ihre Schützlinge werden nach der Genesung sofort wieder ausgewildert, da gibt's keine falsche Sozialromantik - gegeben. Allein bei einem Eichhörnchen heißt das stündlich in der Nacht aufstehen zum Füttern und vieles mehr. Man multipliziere den Aufwand mit der Zahl der Tiere - von der Fledermaus über den Fuchs zum Iltis.

Da sollte man meinen, dass ein Tierschützer wenigstens ungestört seiner großartigen Arbeit nachgehen könnte - das Gegenteil ist der Fall. Das Drumherum ist es, das Monika Großmann zusätzlich auf- und zerreibt. Jetzt die jahrelange, schon verzweifelte Suche unter immer stärker werdendem Druck nach einem neuen Domizil. Die Nervenbelastung dazu. Der Umzug, die Sanierung. Betteln müssen um das nötigste Geld - für einen Dienst, der für die Gesellschaft geleistet wird. Dach decken müssen statt Wunden armer Tiere versorgen. Das mürbt. Zermürbt.

Jetzt hat der Verein eine neue Bleibe in Graz. Und braucht Unterstützung. Großmann: "Wir bräuchten so dringend Baufirmen, die uns mit Materialien und Hilfestellung am neuen Standort helfen." Und tatkräftige, seriöse Helfer für langfristige, ehrenamtliche Tierbetreuung.

10 Gebote im Umgang mit Wildtieren

  • Säugetiere nicht angreifen!
  • Bei Rehwild immer Abstand halten und Jäger oder Polizei alarmieren - falsches Handeln ist strafbar.
  • Junge Feldhasen kommen mit Fell, offenen Augen und Zähnen auf die Welt. Sie werden einzeln von der Häsin abgelegt und nur zweimal am Tag gesäugt - also keine Sorge wenn du das Kleine alleine sitzen siehst. Einfach so schnell wie möglich weggehen und nichts anfassen.
  • Sollte das Tier sichtlich verletzt sein (oft ist es nur ein Schock, der von selbst nachlässt, wenn das Tier zur Ruhe kommt) vorsichtig handeln, immer Handschuhe verwenden. Besser anrufen, bevor du etwas unternimmst.
  • Noch nackte und blinde Säugetiere aus großem Abstand beobachten, Haustiere wie Hunde und Katzen fernhalten, und warten, ob das Elterntier das Jungtier abholt.
  • Vogelbabys sind großteils Nestflüchter, die am Boden von ihren Eltern weiterversorgt werden und vom Boden aus das Fliegen lernen. Handlungsbedarf ist nur bei noch nicht befiederten Jungtieren gegeben.
  • Wildtiere beim Transport warm halten und nicht ungesichert transportieren.
  • Säugetieren niemals Kuhmilch oder andere nicht geeignete Nahrung geben. Falsche Nahrung führt zu Durchfall und sogar Tod.
  • Vogelbabys auf keinen Fall Wasser eingeben, es gelangt meistens in die Luftröhre und führt zum Tod des Vogels.
  • Hotline: 0650/6452- 535
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