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Steirer von Kühen schwer verletzt: "Wie in Horrorfilm"

06.08.2010, 01:20
Steirer von Kühen schwer verletzt: "Wie in Horrorfilm" (Bild: ÖAMTC)
Foto: ÖAMTC
Aus nächster Nähe hat am Mittwoch im Hochschwabgebiet die Angestellte Eva D. aus Hart bei Graz mitansehen müssen, wie ein Stier und sechs Kühe ihren Ehemann Günter niedertrampelten und ihn derart massiv verletzten, dass er jetzt für drei Monate arbeitsunfähig ist. Die "Krone" sprach mit der Ehefrau, die vom Besitzer der Herde fordert: "Stellen Sie doch eine Warntafel für Hundebesitzer auf!"

"Krone": Kennen Sie das Gebiet?
Eva D.: Ja. Am Mittwoch, dem ersten Urlaubstag meines Mannes, wollten wir zur Voitsthalerhütte wandern. Nahe der Fölzalm haben wir mittags beschlossen, noch eine Weide zu überqueren.

"Krone": Ihr Hund war dabei.
D.: Unser Hero ist ein vierjähriger Schäferrüde und sogenannter Schutzhund. Das bedeutet, dass er nicht von unserer Seite weicht. Angeleint war er nicht.

"Krone": Und dann ist es passiert?
D.: Nicht sofort. Von dem markierten Wanderweg (Bild) waren die Kühe vielleicht 700 Meter entfernt. Doch dann ist ein Stier immer näher gekommen - und unser Hero auf und davon.

"Krone": Ein Albtraum...
D.: Ja. Sechs Kühe, keine Jungtiere, sind nachgekommen und haben sich vorerst beruhigen lassen. Wir wollten umkehren, aber leider war es dafür zu spät.

"Krone": Und dann?
D.: Mein Mann ist bewusst langsamer gegangen. Ich hab ihn noch reden gehört: "Ruhig, ruhig." Dann hat ihn der Stier niedergestoßen, und die Kühe sind über Günters Brustkorb getrampelt. Ich wollte einen Notruf absetzen, hatte aber keinen Empfang. Also bin ich auf eine Anhöhe gegangen. Die Tiere sind mir gefolgt - dadurch wusste ich dann, dass sie dem Günter nicht noch was antun. Ich sag's Ihnen, es war wie in einem Horrorfilm.

"Krone": Die Bergung durch den ÖAMTC war schwierig.
D.: Sehr schwierig sogar, weil die Kühe ja immer in der Nähe waren.

"Krone": Wie geht es Ihrem Mann?
D.: Er hat mehrere Brüche erlitten. Bis alles gut ist, dauert es laut Arzt mindestens drei Monate.

Interview: Manfred Niederl, "Steirerkrone"

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