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Section Control im Grazer Plabutsch-Tunnel wirkt

03.02.2012, 08:48
Section Control im Grazer Plabutsch-Tunnel wirkt (Bild: Sepp Pail)
Foto: Sepp Pail
Die neue Section Control im Grazer Plabutschtunnel wirkt. Immer weniger Autofahrer steigen hier aufs Gas, die Zahl der Temposünder sinkt kontinuierlich: Anfangs waren es 70 pro Tag, jetzt sind es nur noch 20. Oberst Wolfgang Staudacher, Chef der Landesverkehrsabteilung, ist mit dieser Entwicklung "sehr zufrieden".

Am 10. Oktober 2011 wurde die Section Control in Betrieb genommen. Bis Ende des Jahres 2011 gab es 2.800 Anzeigen - im Schnitt waren das 40 pro Tag. Im Jänner wurden 600 Temposünder angezeigt, somit ist der Schnitt auf 20 gesunken.

Wobei man bei den Angezeigten nicht unbedingt von "Rasern" sprechen kann. "Zu 90 Prozent wird die Geschwindigkeit um höchstens 20 Stundenkilometer überschritten, spektakuläre Ausreißer gab es nicht. Bisher war der schnellste Lenker mit Tempo 156 unterwegs, doch der war die große Ausnahme", sagt Oberst Staudacher.

Und: "Es wurden etwa gleich viele Ausländer angezeigt wie österreichische Autofahrer." Wobei Ausländer oft ungestraft schnell fahren dürfen, weil unsere Anzeigen in ihrer Heimat ignoriert werden - doch auch das soll sich demnächst ändern.

Was ist eine Section Control?

Die Section Control ist eine Anlage zur Überwachung der Geschwindigkeit auf einer bestimmten Strecke. Im Unterschied zu herkömmlichen Radaranlagen werden nicht Geschwindigkeitsspitzen erfasst, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einer bestimmten Strecke ermittelt. Damit können auch Raser, die etwa kurz vor einer Radaranlage auf die Bremse steigen und anschließend wieder Gas geben, erfasst werden.

Peter Riedler, Kronen Zeitung
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