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ÖVP muss um die Absolute im Bezirk Hartberg bangen

24.02.2010, 17:26
ÖVP muss um die Absolute im Bezirk Hartberg bangen (Bild: Bernhard Bergmann)
Foto: Bernhard Bergmann
Wer in Hartberg das Sagen hat, ist auf einen Blick klar: Auch in diesem oststeirischen Bezirk dominiert eindeutig die ÖVP, von 50 Bürgermeistern stellt gleich 42 die Volkspartei. Am heftigsten umfehdet auch hier - die Bezirkshauptstadt. Die Opposition will endlich die absolute Mehrheit zerbröseln.

Mit vereinten Kräften sägen in der Stadt Hartberg SPÖ, FPÖ und Grüne am Sessel von ÖVP- Ortschef Karl Pack (im Bild), der seit 2004 die Agenden führt. Jetzt, wenige Wochen vor der Wahl, gibt die Opposition noch einmal alles, um endlich die eine große Hürde zu nehmen: die absolute Mehrheit der ÖVP zu brechen.

Grüne wollen auf vier Mandate erhöhen

Besonders umtriebig sind die Grünen, die aktuell zwei Mandate halten. Die neue Spitzenkandidatin Isabell Bayer- Lueger kämpft nicht nur unermüdlich gegen die "Geldverschwenderei" von Stadtregierer Karl Pack an (Tiefgarage, Schlossumbau usw.), die Gartenarchitektin sorgte auch mit ihrem 22 Köpfe starken Team für Überraschungen: So findet man den unabhängigen Kandidaten Christoph Wallner (Wirtschaftsjurist und "Aufdecker" der Spekulationsverluste) sowie Irene Gerlitz und Karl Kappler, beide ehemalige Gemeinderäte der ÖVP. Ziel der Grünen: vier Mandate.

Sparkassenverkauf als "Zukunftsinvestition"

Dass die Schwarzen in der Bezirkshauptstadt trotz alledem gute Karten haben, an der bestimmenden Macht zu bleiben, ist für Karl Pack klar: "Das muss und wird uns gelingen - weil wir einfach stets hart und viel gearbeitet haben." Sein Lieblingsprojekt der vergangenen Legislaturperiode? "Die Generalsanierung der Kernstockschule." Das wichtigste Vorhaben für die Zukunft? "Hartberg als geistiges, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Region weiterhin zu etablieren und die Wirtschaftskraft in der Innenstadt zu stärken." Ob die ÖVP rückblickend bezüglich dem heftig umstrittenen Sparkassenverkauf etwas anders machen würde? "Sicher nicht. Mit dem 62,5- Millionen- Euro- Erlös wurde eine stabile Basis für wichtige Investitionen in die Zukunft geschaffen."

Dass die Volkspartei am 21. März mit großen Verlusten zu rechnen hat, ist trotz der vielen Querschüsse eher unwahrscheinlich, aber man wird sehen...

Pöllau könnte wieder Farbe wechseln

Interessant auch die Ausgangslage in Pöllau, das 1995 erstmals rot umgefärbelt wurde. Heribert Hirschegger, seit dem Vorjahr Bürgermeister, spürt den Atem des neuen ÖVP- Spitzenkandidaten Hans Schirnhofer. Dessen großes Ziel ist es, den Ortsthron für die Schwarzen zurückzuerobern. Aus Sicht der SPÖ sind die Kommunen Rohr und Sonnhofen Hoffnungsgebiete: Hier rechnet man sich gute Chancen aus, den Bürgermeistersessel zu erklimmen.

Neue Wirtschaftsliste sorgt für Unruhe

Während die ÖVP in Vornholz gar keinen Gegner hat, kommt in Sebersdorf ein weiterer hinzu: Siegfried Haindl, Sohn des ÖVP- Altbürgermeisters, tritt zur Überraschung aller mit einer eigenen Wirtschaftsliste an.

von Barbara Winkler und Jakob Traby, "Steirerkrone"

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