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Mord an Grazerin in Südtirol könnte neu aufgerollt werden

07.02.2012, 16:34
Mord an Grazerin in Südtirol könnte neu aufgerollt werden (Bild: Christian Jauschowetz)
Foto: Christian Jauschowetz
Fast 14 Jahre nach dem gewaltsamen Tod der damals 19- jährigen Grazerin Ulrike Reistenhofer in Südtirol könnte der Mordfall nun neu aufgerollt werden. Denn Forensik- Experten der Universität Innsbruck sei es gelungen, männliche DNA- Spuren an der Kleidung der Steirerin zu isolieren, berichtete nun die Bozner Tageszeitung "Dolomiten". Die Ermittler hoffen auf Ergebnisse einer elektronischen EU- weiten Gen- Datenbank.

Die Leiche Reistenhofers war am 10. August 1998 am Ufer der Rienz bei Ehrenburg im Pustertal entdeckt worden. 2001 hatte der zuständige Bozner Staatsanwalt Markus Mayr den Fall als ungelöst zu den Akten gelegt. 2004 wurden die Erhebungen wieder aufgenommen, um zu klären, ob ein deutscher Lkw- Fahrer als Mörder infrage komme.

Kurze Hoffnung auf Klärung im Jahr 2003

Der Deutsche, der 2003 in Rosenheim wegen Mordverdachts an der Tschechin Anna Kolarova (31) einsaß, hatte gestanden, auch Carmen Wieser (19) aus Sillian in Osttirol getötet zu haben. Doch die Daten aus den Lkw- Fahrtenschreibern entlasteten den Mann. Die Erhebungen im Fall Reistenhofer wurden anschließend wieder auf Eis gelegt.

Neue Methoden machten Spuren verwertbar

Während der schwere Stein, mit dem Ulrike Reistenhofer erschlagen wurde, keine verwertbaren Spuren aufwies, hatten die Ermittler auf der Kleidung der 19- Jährigen Hautfetzen sichergestellt. Diese waren zwar von der Spurensicherung untersucht worden, mit den damaligen Methoden hatte aus den Partikeln aber kein brauchbarer DNA- Code isoliert werden können.

Ob die nun isolierte Spur jene des Mörders ist, steht allerdings noch gar nicht fest. Die Hautpartikel könnten auch von einem Mann stammen, der Ulrike Stunden vor ihrem Tod - aus harmlosen Gründen - berührt und dabei Spuren hinterlassen hat. Ausgeschlossen werden konnten bis jetzt jene sechs Personen, die die Ermittler ursprünglich im Verdacht hatten, ebenso wie einschlägige Straftäter in Italien und Österreich. Entsprechende Abgleiche mit den Verbrecherkarteien ergaben keine Übereinstimmung.

AG/red
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