Politische Insider wissen das zu deuten: Hat nicht die Landes-SPÖ den Wahlkampf 2005 mit dem Slogan "Vieles anders, vieles besser" geführt?
Die Aktion jedenfalls ist ein deutliches Zeichen an die politischen Mitbewerber und das eigene Klientel: Der Spitzenkandidat heißt Hermann Schützenhöfer! Nicht Siegfried Nagl, der Grazer Bürgermeister, nicht Kristina Edlinger, die Landesrätin, nicht Karl Pimplhuber – oder wer immer in der Gerüchteküche verheizt werden soll...
Das ist die eine Botschaft. Die zweite ist: Jetzt schon die Ärmel aufkrempeln, wenn andere noch Ferien machen! Denn die schwarzen Strategen wissen: Die Gemeinderatswahl (am 21. März) ist entweder das Katapult oder die Bremse für die Landtagswahl im Herbst.
Rinner offizieller "Feldherr"
Offizieller ÖVP-"Feldherr" ist übrigens Bernhard Rinner (im Bild), der steirischer ÖVP-Landesgeschäftsführer. Und, wie die Geschichte lehrt, ein guter Feldherr muss von anderen lernen. Die Agentur, die dieses Werbe-Neujahrsfeuerwerk gezündet hat – und auch die Wahl begleiten wird – heißt "Headquarter" und hat zwei durchaus erfolgreiche Politiker auf dem Weg zum Wahlsieg begleitet: Erwin Pröll (Niederösterreich) und Josef Pühringer in Oberösterreich...
Mit der Neujahrs-Wende-Aktion hat Rinner sein Feuerwerk aber wohl noch nicht verschossen. Wie die gewöhnlich gut informierten Kreise kolportieren, gibt's den nächsten Paukenschlag schon am 30. Jänner, wenn die Volkspartei ihren Gemeinderatswahlkampf-Auftakt in Hitzendorf offiziell zelebriert. Übrigens just am selben Tag wie auch die SPÖ...
"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
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