Seit nunmehr drei Jahren beschäftigt die "Envesta", die Energie- und Dienstleistungs GmbH des Benediktinerstifts Admont, eine Reihe von Fachleuten, um den Bau von Kraftwerken in der Enns auszuloten. "Der Fluss ist ein Juwel für uns alle", sagt der Schladminger ÖVP- Bürgermeister. "Er darf zur Zeit noch barrierefrei von der Quelle bis Gstatterboden fließen. Das sind 134 pure Flusskilometer." Das sei in ganz Europa einzigartig! Die geplanten Staustufen würden sehr viel zerstören.
Als Beispiele nennen Gegner des Kraftwerks die bereits durchgeführten Renaturalisierungsmaßnahmen und den Hochwasserschutz. "Ein sechs Meter hoher Damm, und einen solchen plant man, würde alles zunichte machen", wettern die E- Werksgegner, die im Gemeinderat einen Beschluss gegen die Kraftwerkserrichtung durchgesetzt haben.
"Envesta"- Sprecher Wolfgang Missethon setzt alles daran, um die Wogen zu glätten: "Es stimmt, wir haben viel Zeit und Geld investiert, um das Projekt Ennskraftwerke zu studieren. Wir wollen in die Region investieren, aber nur, wenn es konfliktfrei möglich ist. Will man es nicht, dann ziehen wir uns natürlich zurück!"