Aufgrund von Missbrauchs- Meldungen, die bei der Ombudsstelle eingegangen waren, habe die Diözesanleitung in den vergangenen Tagen die Dienstfreistellung dreier Priester vom Pfarrdienst geprüft. Einer von ihnen, bisher Pfarrer in Graz, wurde mit dem Missbrauchsvorwurf konfrontiert. Er legte ein Geständnis ab und bot seinen Amtsverzicht an, der "sogleich angenommen" wurde.
Aufgrund des Bekanntwerdens von Missbrauchsfällen durch katholische Priester in der Vergangenheit habe sich die österreichische Bischofskonferenz zur vollen Aufklärung, zum vorrangigen Opferschutz und zu verbesserten Präventionsmaßnahmen bekannt, so die Diözese.
Der Umgang mit beschuldigten bzw. überführten Tätern sei durch rechtliche Verfahren geregelt. Bei der Frage einer möglichen Weiterverwendung im priesterlichen Dienst seien laut Diözese die Schwere des Vergehens, Schuldeinsicht und Wiedergutmachung des Täters sowie größtmöglichste Sicherheit für den jeweiligen Tätigkeitsbereich entscheidend.