Michael Hinterleitner (im Bild) und seine Mitstreiter fühlen sich im Stich gelassen: "Wenn uns Politik und Polizei nicht helfen, dann werden wir uns eben selbst helfen müssen." Heißt im Klartext: "Wir gründen eine Bürgerwehr!"
Der Mann ist frustriert, fühlt sich ohnmächtig. Seit Monaten wirbt er bei Stadt und Exekutive um Unterstützung - ohne zählbaren Erfolg; die Situation hat sich nicht nur nicht gebessert, sie wurde noch schlimmer: Frauen trauen sich abends nicht mehr außer Haus, Eltern leben in ständiger Sorge um ihre Kinder, immer mehr Bewohner suchen das Weite - während Dealer nach wie vor nahezu ungestört ihren schmutzigen Geschäften nachgehen können. "Das ist doch kein Zustand!", so Hinterleitner.
Der aus seiner Sicht einzige Ausweg aus der Misere: selbst aktiv werden. Gemeinsam mit anderen Leidensgenossen will er daher mit einer Kamera "bewaffnet" auf Patrouille gehen, all jene ablichten, die auf frischer Tat ertappt werden und die Fotos anschließend im Internet veröffentlichen. Auf diese Weise, so hofft Hinterleitner, werde es den Giftlern schon vergehen.
Auch die orange Grazer Opposition meldete sich am Montag zu Wort und forderte einmal mehr die Errichtung von Schutzzonen sowie eine SOKO Drogen.
von Ernst Grabenwarter, "Steirerkrone"