Willkommen | Registrieren | Hilfe | Login
krone.at/Videos kronehat.at krone.at/mobil cookingstars.at

Eltern von krankem Kind kämpfen gegen Behandlung an

08.01.2010, 17:25
Eltern von krankem Kind kämpfen gegen Behandlung an (Bild: Jürgen Radspieler)
Foto: Jürgen Radspieler
"Aids gibt es gar nicht, das ist eine Erfindung." Mit dieser Aussage schockierte am Donnerstag ein steirisches Ehepaar (Bild) gegenüber der "Steirerkrone". Die kleine Tochter des Paares wird zurzeit in der Grazer Kinderklinik gegen Aids behandelt. Beide Elternteile sind HIV- positiv und kämpfen gegen die Behandlung ihres elf Monate alten Kindes an.

Das schwer kranke Baby wurde am 22. Dezember unter Obhut der Polizei in die Grazer Kinderklinik gebracht - gegen den Willen der Eltern. Ein Gericht hatte die Fürsorge in die Hände der Behörden gelegt. Der Grund ist einleuchtend: Die Eltern verteufeln eine schulmedizinische Betreuung und wollen eine solche nicht zulassen. Das Mädchen aber, so die Ärzte, könnte ohne Behandlung sterben. Es war bereits in akuter Lebensgefahr.

Baby trotz HIV- Infektion gestillt

Der Vater versucht, seine Sichtweise zu erklären: "Gegen meine Gattin wird wegen vorsätzlicher Körperverletzung ermittelt, weil sie unsere Kleine gestillt und somit vorsätzlich mit HIV angesteckt haben soll. Denn sie und ich sind laut Schulmedizin HIV- positiv." Aber: "Unsere Kleine hat nicht Aids, denn Aids gibt es gar nicht. Das ist nichts anderes als eine allergische Reaktion, basierend auf einem Konflikt." Es sei mit Naturmitteln behandelbar, so der Vater.

Die Eltern, deren drei ältere und gesunde Kinder bei Pflegefamilien sind, verweisen auch auf die Ansichten des Arztes Geerd Hamer, der im Fall Olivia Pilhar weltweit für Bestürzung gesorgt hatte: Wenn ihr Kind stirbt, so ist das Ehepaar überzeugt, "dann an der Medizin".

Klinik- Vorstand: "An unserer Diagnose ist nichts zu rütteln"

Univ.- Prof. Dr. Wilhelm Müller, Vorstand der Grazer Kinderklinik, stellt klar: "Aids ist eine wissenschaftliche Tatsache. An unserer Diagnose ist nichts zu rütteln. Nur eines ist jetzt wichtig: dieser kleinen Patientin zu helfen. Nichts anderes zählt für mich."

von Christa Blümel ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

Lesezeichen hinzufügen:
Schließen
Lesezeichen Drucken
0
Du hast einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreibe hier dein Storyposting! Du möchtest mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht dir jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings, bitten wir dich, unsere AGB und Netiquette einzuhalten!
Kommentar schreiben
500 Zeichen frei.
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; 1190 Wien, Muthgasse 2
Krone Multimedia © 2011 Krone.at | Impressum