Die Grazer spielten fast 90 Minuten auf ein Tor, münzten ihre Überlegenheit aber erst nach der Pause auch in die nötigen Treffer um. Ferdinand Feldhofer brachte die Foda-Truppe mit einem Abstaubertor in Führung (48.), Roman Kienast (Bild) sorgte wenige Minuten später per Kopf für den Endstand (59.). Kapitän Mario Kienzl und Co. gewannen damit auch ihr drittes Saisonspiel ohne Gegentor, in der Meisterschaft hatten sie sich gegen Ried (3:0) und Kapfenberg (2:0) durchgesetzt.
Die Grazer hatten am Donnerstag deutlich mehr Spielanteile und eine klare Feldüberlegenheit, waren mit ihrem Latein vor eigenem Publikum aber zumeist in der Nähe des Strafraums am Ende. Wirklich gefährlich wurden die Foda-Schützlinge in der ersten Hälfte nur einmal, Imre Szabics ließ die Chance auf die Führung aber aus. Der ungarische Stürmer schoss aus zehn Metern nach einem Bukva-Idealzuspiel hauchdünn am Tor vorbei (35.). Zudem ging ein Pürcher-Gewaltschuss doch deutlich drüber (41.).
Auch Bukva hatte das 2:0 am Schuh
Nach dem Seitenwechsel wurde der Druck der Hausherren noch größer und die Grazer wurden auch für ihre Offensivbemühungen belohnt. Tiflis-Goalie Loria konnte einen guten Standfest-Volleyschuss zwar noch kurz abwehren, war gegen den Abstauber von Feldhofer aus kürzester Distanz aber machtlos (48.). Gleich darauf ließ Bukva die Chance auf das 2:0 aus. Der Mittelfeldspieler, der in die Fußstapfen von Jakob Jantscher getreten ist, schoss nach einem Pass von Standfest zur Mitte aus rund elf Metern knapp daneben (53.). Zwei Minuten später fand ein Kienzl-Lupfer nicht den Weg ins Tor (55.).
Die vergebenen Chancen hätten sich beinahe gerächt. Bei der einzigen Topchance der Gäste im ganzen Spiel fiel der Abschluss vom völlig frei an den Ball kommenden Metreweli aber deutlich zu schwach und genau auf Goalie Christian Gratzei aus (58.).
Für die endgültige Entscheidung sorgte schließlich Kienast, der auch zuletzt im Derby gegen Kapfenberg beide Treffer erzielt hatte. Nach einem Bukva-Corner war er wie schon gegen die Steirer per Kopf zur Stelle (59.). Für den georgischen Vizemeister, der noch nicht im Meisterschaftsbetrieb steht, war es die erste Niederlage im laufenden Bewerb. Zuvor waren sie gegen Flora Tallinn und Gefle IF ungeschlagen geblieben.
Das sagten sie nach dem Spiel
Ferdinand Feldhofer (Sturm-Torschütze): "Zum Schluss hätten wir noch routinierter sein und das 3:0 machen müssen. 2:0 ist aber sicher ein ganz gutes Ergebnis. Sicher muss man noch 90 Minuten bestehen, wir haben aber schon gezeigt, dass wir auch auswärts immer ein Tor erzielen können. Durch sind wir aber noch nicht." Zum Tor: "Es war eine Variante, die haben wir schon länger probiert im Training. Meine Aufgabe war es, den Raum aufzumachen für den Joachim und auf den Abpraller zu gehen."
Roman Kienast (Sturm-Torschütze): "Es ist eine gute Ausgangsposition für nächste Woche. Mein Wunschergebnis war 3:0, mit dem 2:0 muss man aber auch zufrieden sein. Wir haben kein Tor bekommen, das war ganz wichtig. Wir werden schauen, dass wir auch auswärts ein Tor machen, auswärts wird es sicher schwieriger. Wenn wir phasenweise so spielen, wie in der zweiten Hälfte, dann werden wir das ganz sicher überstehen."
Daten
Qualifikation zur Fußball-Europa-League, 3. Runde, Hinspiel: Sturm Graz - Dinamo Tiflis 2:0 (0:0). Graz, UPC Arena, 4.657 Zuschauer, SR Hannes Kaasik (Estland).
Tore: 1:0 (48.) Feldhofer, 2:0 (59.) Kienast.
Sturm Graz: Gratzei - Standfest, Feldhofer, Schildenfeld, Pürcher -
Hölzl (88. Ehrenreich), Weber, Kienzl, Bukva (81. Haas) - Kienast
(77. Muratovic), Szabics.
Tiflis: Loria - Kachelischwili, Tomaschwili, Kakubawa, Kmaladse -
Djousse, Ednilson, Tekturmanidse, Pirtschkalawa (60. Robertinho),
Koschkadse - Metreweli (86. Schikarulidse).
Gelbe Karten: Kienzl bzw. Pirtschkalawa.
Weiters: Ruch Chorzow (Polen) - Austria Wien 1:3; Beroe Stara Sagora (Bulgarien) - Rapid Wien 1:1. Rückspiele am Dienstag (Rapid) und Donnerstag (Sturm, Austria).
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