Luca und Niklas spielten in der Nähe der elterlichen Wohnung auf einem Feld und kletterten auf mehrere dort abgestellte Heuballen. Dabei nahm das Unglück seinen Lauf: Als der Elfjährige auf drei Ballen hin und her stieg, gab unter ihm die dünne Schneedecke nach. Der Schüler fiel in einen 30 mal 30 Zentimeter schmalen Zwischenraum, blieb bis zur Schulter stecken und konnte sich nicht mehr bewegen.
Sein Bruder reagierte prompt, lief heim und verständigte die Mutter, die die Feuerwehr rief. "Ich bin sofort zu meinem Buben", berichtete Sandra Lang der "Krone", "meine Tochter Celine – sie ist 14 – hat dem Luca die Hand gehalten."
Der Feuerwehreinsatz gestaltete sich denkbar schwierig. Die Ballen – von denen niemand wusste, wie massiv sie am Boden angefroren waren – wurden zur Sicherheit fixiert, weil sie sonst das Kind hätten erdrücken können. Danach schnitten die Einsatzkräfte Stück um Stück davon ab, bis der Elfjährige etwas Spielraum bekam. Nach 90 Minuten war er endlich aus seiner misslichen Lage befreit.
Luca erlitt Prellungen und ist seit Donnerstag wieder daheim. Bei den Einsatzkräften möchte er sich bedanken: "Und ich will unbedingt Feuerwehrmann werden."