Der Vorfall ereignete sich laut Polizei bereits in der Nacht zum 22. Jänner. Der 24- Jährige aus Südafrika übernachtete in der Wohnung des 26- jährigen Chinesen im Bezirk Lend. Dort öffnete der Südafrikaner einen Tresor, der einst ihm gehört und den er Wochen zuvor dem Chinesen geschenkt hatte.
Der 24- Jährige soll vier Goldringe sowie eine Goldmünze gestohlen und den Schmuck am folgenden Tag versetzt haben. Mit dem Erlös - er bekam 170 Euro und damit nur 8,1 Prozent des tatsächlichen Wertes - soll sich der Arbeitslose Drogen gekauft haben. Als der Chinese den Diebstahl bemerkte, heuerte er einen 26- jährigen Grazer an - und sie lockten den 24- Jährigen unter einem Vorwand zurück in die Wohnung.
Dort wurde der Mann laut Polizei zuerst mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen. Dann hätten ihm die Angreifer mit einer Kombizange beinahe den linken kleinen Finger abgeschnitten. Als einer der Verdächtigen die Geliebte des Opfers anrief und drohte, ihren Freund zu töten, gestand der 24- Jährige den Diebstahl. Daraufhin raubten ihm die Männer seine Brieftasche mit 200 Euro.
Das Opfer erlitt Prellungen, Schwellungen, Blutergüsse am Kopf, im Gesicht und am Oberkörper sowie Quetschungen an einem Finger. Zunächst erstattete der 24- Jährige aus Angst vor weiteren Racheakten keine Anzeige. Erst Mitte Februar vertraute er sich schließlich der Polizei an.
Im Zuge weiterer Ermittlungen gelang es den Ermittlern schließlich, die Straftat zu aufzuklären und den 26- jährigen Grazer sowie den 26- jährigen Südafrikaner auszuforschen. Die beiden wurden wegen schweren Raubes auf freiem Fuß angezeigt, der 24- jährige Südafrikaner wegen Diebstahls.
von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at