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Moik erklärt: Ich war nicht Herr meiner Sinne

Moik erklärt: Ich war nicht Herr meiner Sinne
Ein Aussetzer, der weite Wellen schlug: Im Musikantenstadel hat Karl Moik die Italiener als "Spaghettifresser" beleidigt. In einer Fernsehsendung hat er diese Peinlichkeit mit der Wirkung von Narkotika erklärt, er sei nicht Herr seiner Sinne gewesen. Moik hatte nach einem Herzinfarkt drei Bypässe bekommen. Jedoch eigentlich nicht, um Gehirnzellen zu überbrücken...
"Da muss mich der Teufel geritten haben", sagte Moik bei Beckmann. "Das gehört eigentlich gar nicht zu meinem Wortschatz. Wie mir das rausrutschen konnte, ist mir ein Rätsel." Er habe bemerkt, dass er während seines Auftritts müde geworden ist, außerdem habe er langsamer gesprochen als sonst. Recht und gut, das bedeutet aber auch, er hätte mehr Zeit gehabt, sich zu überlegen, was er sagt.
 
Antwort aus Italien
"Schnitzelfresser, Bratwurstfresser, Kartoffelfresser": Auch die kulinarische Antwort der Italiener auf Karl Moiks Entgleisung beim Musikantenstadl ("Schnitzelfresser") ist schon da. Via Presse geigten sie dem Moderator ihre Meinung.
 
Zur "Bild" sagte der Moderator jetzt: "Ich bin doch selbst ein Spaghetti- Fresser und liebe Pasta über alles." Bei dem Sager habe er sich nichts gedacht, es sei ihm einfach herausgerutscht. In dem Moment hätte er sich die Zunge abbeißen können und es tue ihm wahnsinnig leid. Er sei doch ein Italien- Fan und liebe die Italiener über alles, so Moik im "Bild"- Interview. Außerdem werde er jetzt jeden Tag Spaghetti essen.
 
"Sie sind ein Wiener Schnitzelfresser"
TV- Moderator Salvatore (bekannt geworden als RTL- Hütchenspieler) in der "Bild": "Das war völlig daneben, Herr Moik! Sie sind für mich ein Wiener Schnitzelfresser!" Und der Sänger Nino de Angelo assistiert: "Das wäre so, als würde ein Italiener alle Deutschen als Karfoffelfresser bezeichnen."
 
Rundfunkrat eingeschaltet
Muss Moik wegen seiner Entgleisung sogar zurücktreten? Jetzt befasst sich auch der bayrische Rundfunkrat mit der Affäre. Der Vorsitzende zur "Bild": "Spaghettifresser - ein solcher Begriff verbietet sich öffentlich- rechtlichen Rundfunk. So etwas kann man nicht stillschweigend akzeptieren."
 
Der verhängnisvolle "Stadl"
So begann die ganze Äffäre: Volksmusikstar Patrick Lindner sang im Musikantenstadl aus voller Brust von der Schönheit Italiens. Gastgeber Karl Moik schien davon wenig begeistert und ging Lindner nach seinem Auftritt mit folgenden Worten an: "Patrick Lindner! Ich muss dich rügen! Ich lade dich ein nach Wien, ins frühlingshafte Wien. Und was machst du? Du singst von den Spaghettifressern."
 
Lindner als Anwalt Italiens
Lindner, peinlich berührt, versuchte zu retten, was noch zu retten war, und schickte liebe Grüße über die Alpen - schließlich sähen wohl auch viele Italiener regelmäßig das Musikantenstadl. Außerdem würden ja wohl auch einige Wiener ab uns zu "ins schöne Italien" fahren. Doch Karl Moik ließ sich nicht beirren und legte nach: "Hah! Bloß weil jetzt hier drei Leute klatschen."
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