Michael Jacksons Bruder Jermaine, der die Idee zu dem Tribute hatte und die Stars organisieren will, habe seine Geschwister nicht informiert, heißt es in einem Bericht der Website TMZ.com. Jermaine hatte unter anderem einen Auftritt seiner Geschwister angekündigt, mit denen er und Michael Jackson gemeinsam die "Jackson Five" gebildet hatte. Diese seien laut TMZ.com nun verärgert, dass Jermaine ihren Namen gebraucht hätte, um Tickets zu verkaufen. Tito habe sogar behauptet, nie eingeladen worden zu sein. Die Familie sei besorgt, dass das Konzert nun in Gefahr sein könnte.
Beim Wiener Veranstalter, der World Awards Media Gmbh, habe man von den Querelen auch nur aus den Medien erfahren, die Absage des Konzerts stehe jedoch keinesfalls im Raum, wie eine Sprecherin sagte. Der Kartenverkauf beginnt in drei Tagen, die ersten Namen von Stars, die in Schönbrunn auftreten sollen, werden etwa in einer Woche bekannt gegeben.
Michael Jacksons Leichnam wird US- Medien zufolge auf dem Forest Lawn Friedhof in Hollywood Hills in einem Tiefkühlraum aufbewahrt. Der Popstar soll möglicherweise in einem namenlosen Grab auf dem Prominentenfriedhof seine letzte Ruhe finden. Vater Joe und Mutter Katherine sowie die Geschwister befürchten, dass Fans das Grab schänden oder die Ruhe in der parkartigen Anlage stören könnten.
Der Sänger war am 25. Juni im Alter von 50 Jahren überraschend an Herzversagen gestorben. Auslöser war vermutlich das Narkosemittel Propofol, das der Popstar sich wegen seiner Schlafstörungen spritzen ließ. Sein Privatarzt Conrad Murray steht im Verdacht, dem Sänger das gefährliche Mittel verabreicht und ihn dann alleingelassen zu haben. Gegen den Mediziner wird wegen eines Tötungsdelikts ermittelt. Jacksons Mutter Katherine erwägt sogar eine Klage wegen unrechtmäßiger Tötung. Dabei sei vor allem der Name von Murray gefallen, sagte Anwalt Burt Levitch am Montag nach einer Gerichtsanhörung in Los Angeles.
Der Entertainmentdienst TMZ.com berichtete am Montag, dass Murray zwei Angestellte in seiner Praxis am Morgen von Jacksons Todestag telefonisch aufgefordert hatte, umgehend mehrere Kartons und andere Gegenstände aus seinem Lagerraum zu entfernen. Eine der beiden Frauen, LaQuisha Middleton, berichtete ihrem Onkel später, dass einer der Kartons voll benutzter Injektionsnadeln war.
Der Onkel, Joseph Middleton, verriet TMZ.com, dass Murray seine Nichte bereits am frühen Morgen alarmiert hatte, etwa fünf Stunden vor dem offiziellen Tod des Popstars. Der Internetdienst schrieb weiter, die Polizei gehe davon aus, dass Murray Vorräte von Propofol für Jackson an verschiedenen Stellen gelagert hatte. Der Sänger habe mehrere Dosen des Narkosemittels gebraucht, um eine Nacht durchschlafen zu können.