„Wer Fleisch ist, der soll auch die Chance haben, sich mit dem Töten von Tieren auseinanderzusetzen“, heißt es im Begleittext zur Sendung, die heute Abend ausgestrahlt wird. Dabei werden die zwölf Buben und Mädchen hautnah Zeugen, wie die Kaninchen, die es später zuzubereiten gilt, mit Elektroschockern betäubt werden, bevor den Tieren die Kehle durchgeschnitten wird. Dann wird ihnen das Fell über die Ohren gezogen. Ziemlich viel Blut inklusive.
Warum die Kinder das sehen sollten? „Einige wollten unbedingt eine Schlachtung miterleben, wir haben ihnen das ermöglicht“, so die TV- Köchin zur „Bild“. Und sie fügt an: „Sie sollten erfahren, dass Fleisch nicht auf Bäumen wächst.“ Auch für so manchen Erwachsenen ein grausamer Weg, das zu lernen. Ein Bub dazu: „Ich glaube, mich hat am meisten berührt, wie die Kehle durchgeschnitten wurde und ganz viel Blut rauskam.“
Doch Wiener beschwichtigt: Keines der Kinder sei aufgebracht oder schockiert gewesen. „Es setzte eher so etwas wie ein Nachdenken ein und ein Bewusstsein, pfleglich und mit Respekt mit unseren Lebensmitteln umzugehen“, so die 46- Jährige. Und: Am nächsten Tag hätte der Kaninchenbraten allen Teenagern wunderbar gemundet...
„Sarah Wiener und die Küchenkinder“, noch bis 17. April.
Fotos: ARTE