Klagt "VS" an

Ex-Model-Engel: “Fühlte mich wie ein Stück Fleisch”

Stars & Society
25.04.2013 16:34
Es ist mit Sicherheit der Traum vieler Mädchen: als Victoria's-Secret-Engel über den Catwalk zu laufen. Eine, die sich diesen Traum erfüllt hat, plaudert nun aber aus dem Nähkästchen. Kylie Bisutti, die ihren Dienst als Model-Engerl mittlerweile wieder quittiert hat, enthüllt, wie schrecklich für sie die Arbeit beim wohl berühmtesten Dessous-Label war.

2009 gewann Kylie Bisutti einen Victoria's-Secret-Modelwettbewerb und wurde über Nacht berühmt. Gegen über 10.000 Mädchen, die alle auf ihre "Engel-Tauglichkeit" geprüft wurden, konnte sich Bisutti damals durchsetzen und bekam einen Modelvertrag mit dem Dessous-Hersteller, der angeblich Millionen wert war. Umso größer die Überraschung, als das Engerl wenige Monate später beschloss, ihre Flügel wieder zurückzugeben und ihr Arbeitsverhältnis mit Victoria's Secret zu kündigen. Der Grund, so hieß es damals, sei ihr tiefer Glaube gewesen, der einfach nicht mit dem Beruf als Model zu vereinbaren war. 

Jetzt jedoch gibt Bisutti ein Buch heraus, in dem das Ex-Victoria's-Secret-Engerl Einblicke in ihr Leben als Model gibt. Der "New York Post" berichtet die Schöne unter anderem, dass sie bei Shootings ständig mit sexueller Belästigung konfrontiert worden sei. Hauptsächlich Fotografen hätten ihr an die Wäsche wollen, wie sie erklärt. "Ich hatte Fotografen und männliche Models, die mich ständig anbaggerten. Einmal hat mich ein Fotograf tatsächlich an die Wand gedrückt und versucht, mich zu küssen."

Sollte Affäre mit Promi anfangen
Obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits verheiratet war, sollte sie auf Wunsch von Victoria's Secret dem Drängen eines männlichen Promis nachgeben, der auf einer Party an ihr Interesse gezeigt habe. Der Grund liegt auf der Hand: Engel mit Promi-Freund sind ein gefundenes Fressen für die Paparazzi und bringen dem Unternehmen eine Menge kostenlose Publicity.

Aber nicht nur das, sondern auch der Job an sich war Bisutti nach kürzester Zeit ein Graus, wie sie gesteht. "Ich wurde dafür bezahlt, zu strippen und mich provokativ vor Männern zu rekeln", erinnert sie sich. "Es ging gar nicht mehr darum, die Kleidung zu präsentieren. Da fühlte ich mich wie ein Stück Fleisch."

Die Entscheidung, ihren Job als Engel aufzugeben, bereut Kylie Bisutti bis heute nicht. Mittlerweile modelt die Schöne nur noch sporadisch, arbeitet zudem an einer eigenen Kleiderkollektion und wird als Rednerin gebucht, um vor jungen Frauen über Themen wie wahre Schönheit oder innere Werte zu sprechen.

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