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Drogenalarm in Moiks Musikantenstadl

12.11.2004, 23:04
Drogenalarm in Moiks Musikantenstadl (Bild: Christian Jauschowetz)
Foto: Christian Jauschowetz
Von wegen heile Welt, Volksmusiker sind offenbar nicht so sauber wie ihr Image. Bei einem Test hinter den Kulissen des Musikantenstadl fanden RTL- Reporter des Magazins Explosiv Spuren von Kokain auf der Künstlertoilette. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Recherche bei der beliebten Volksmusik- Sendung in Passau, die am 6. November ausgestrahlt wurde.
Dabei drehte das Explosiv- Team nicht verdeckt, sondern ganz offen. Der Veranstalter war darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass hinter den Kulissen gedreht wird. Jetzt ist die große Frage: Wer hat auf der Künstlertoilette gekokst? "Rückschlüsse auf bestimmte Künstler sind nicht möglich", erklärt Redaktionsleiter Frank Biernat. Sicher ist nur, dass es im Zuge dieses Musikantenstadls passiert ist. "Wir können ausschließen, dass das weiße Pulver bei einer anderen Veranstaltung konsumiert worden ist."
 
Koks am Waschbecken
Die Proben wurden an Waschbecken und Toilettenspülungen genommen. "Die wurden vor der Veranstaltung peinlich genau gereinigt", so Biernat zu Krone.at. Die Reporter haben eigens die Putzfrau gefragt, wie und wo genau sie geputzt hat.
 
Experte Jörg Engler von der Firma "Drogendetektive" bestätigte die korrekte Durchführung des Tests: "Am Teststreifen ist eindeutig Kokain positiv abzulesen."
 
"Es gibt Gerüchte"
Auf die Idee, dort nach Drogenspuren zu suchen, sind wir gekommen, weil uns Gerüchte zu Ohren gekommen sind, dass bei der Produktion des Musikantenstadls gekokst wird", so RTL- Sprecher Andreas Harm- Gerling auf Krone.at- Anfrage.
 
Volksmusik- Star Stefan Mross und Ex- Volksmusikant Hubert von Goisern waren sich auf Explosiv- Nachfrage einig: "Warum sollte ausgerechnet diese Szene eine saubere Szene sein?" Und "Bild" zitiert Karl Moik: "Wenn einer das Zeug nehmen will, was soll's? Solange er mich bei meiner Sendung nicht behindert, ist das seine Sache."
 
Die Explosiv- Reporter haben übrigens keine Anzeige erstattet. "Wir waren froh, dass wir drehen durften, schmunzelt Harm- Gerling.
 
Der Beitrag wird in der Sendung "Explosiv" am 12. November um 19.10 Uhr auf RTL gezeigt.
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